Luftverkehr brach im September weltweit um 17 Prozent ein

2. November 2001, 15:19
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Airlines müssen nach Anschlägen empfindliche Passagiereinbußen hinnehmen - 200.000 Jobs gingen bislang verloren

Wien - Die verheerenden US-Terroranschläge vom 11. September haben den Airlines wie erwartet schwere Einbußen bei den Passagieren beschert: Weltweit brach das Fluggastaufkommen im September auf Jahresbasis um 17 Prozent ein, geht aus einem im Internet veröffentlichten Bericht der Internationalen Luftverkehrsvereinigung (IATA) hervor. Demgegenüber war im 1. Halbjahr 2001 noch ein weltweites Passagier-Plus von 3 Prozent erzielt worden.

Zehn Milliarden Dollar Gesamtverluste 2001

Für 2001 schätzt die IATA die Gesamtverluste der Fluglinien auf weltweit rund 10 Mrd. Dollar (11 Mrd. Euro/152 Mrd. S). Mit Abstand am schlimmsten erwischte es im September die Carrier in Nordamerika, die bei den Passagier- und Frachtzahlen teilweise mit dramatischen Rückgängen von mehr als 30 Prozent konfrontiert waren. Bei den europäischen und asiatischen Fluglinien fielen die Einbußen mit jeweils 12 Prozent vergleichsweise weniger stark aus.

Weltweit schrumpfte die durchschnittliche Passagierauslastung im September um 10 Prozentpunkte auf 69 Prozent. Im 1. Halbjahr hatte der Passagierladefaktor noch bei 72 Prozent gelegen. Das Frachtaufkommen der Airlines sank im September um 9 Prozent, bis Ende Juni waren es erst minus 3 Prozent gewesen.

200.000 Jobs weniger

In der internationalen Luftfahrtbranche seien seit den Anschlägen bisher rund 200.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, hieß es heute, Freitag, im "Mittagsjournal" des ORF-Radios unter Berufung auf die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). In den Branchen Tourismus und Hotellerie sehe die ILO weltweit 9 Millionen Jobs gefährdet. (APA)

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