"Für einen frauenfreundlichen, unabhängigen ORF"

2. November 2001, 12:55
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Oberösterreich entsendet neue Vertreterin in den ORF-Stiftungsrat: Margit Hauft

Linz - Der wichtigste Erfolg während seiner Tätigkeit im ORF-Kuratorium sei die Einführung der "Bundesland Heute"-Sendungen gewesen. Das betonte der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (V) am Freitag in einer Pressekonferenz in Linz mit Margit Hauft, Präsidentin der Katholischen Aktion und Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung. Sie wird in Zukunft im ORF-Stifungsrat als Vertreterin Oberösterreichs sitzen. Sie werde besonders für einen "unabhängigen, föderalistischen, wertvollen und frauenfreundlichen ORF" eintreten, kündigte sie an.

"Kundennah und respektvoll"

Die "KundInnen" hätten ein Recht auf möglichst objektive Berichterstattung und politische Bildung, öffentlich-rechtlicher Rundfunk dürfe nicht zum "gegängelten Jubelmedium" verkommen, forderte Hauft. Die einzelnen Landesstudios müssten über genügend Mittel verfügen, um "kundennahen ORF" bieten zu können. Gleichzeitig müsse die Berichterstattung von "Respekt und Beachtung der Würde" jedes einzelnen geprägt sein. Außerdem werde sie Frauenförderung in allen Bereichen des ORF verlangen, so Hauft. Noch viel mehr Frauen müssten Mitsprache- und Entscheidungskompetenz erlangen.

Pühringer betonte, dass es im Interesse der Länder liege, dass die Landesstudios und ihre regionale Selbstständigkeit gestärkt und weiter ausgebaut würden. Er habe sich zudem schon mehrmals - sowohl im Programmausschuss als auch im Kuratorium - für die "Eliminierung von Gewalt und Brutalität" aus den Fernsehprogrammen eingesetzt.

Medien hätten immer einen Informations- und Bildungsauftrag, besonders aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk, so Pühringer. Nur die Wahrnehmung des öffentlich-rechtlichen Auftrages rechtfertige auch die Einhebung von Gebühren. (APA)

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