Infineon: Ergebnis bei Kooperationsgesprächen mit Toshiba noch heuer

2. November 2001, 12:36
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Keine Überlegungen zu Joint-Venture mit Firmen aus Taiwan

München - Der angeschlagene Halbleiterhersteller Infineon rechnet damit, dass die andauernden Verhandlungen mit Toshiba über eine Zusammenarbeit im Speichergeschäft noch in diesem Jahr zu einem Ergebnis führen. Laut "Financial Times Deutschland" herrscht vor allem über mögliche Restrukturierungs-Aufwendungen bei Toshiba Uneinigkeit. So wolle Infineon die auf rund 500 Mill. Dollar (552 Mill. Euro/7,59 Mrd. S) bezifferten Sanierungskosten für eine Unternehmenssparte nicht mittragen.

Kein Joint-Venture mit taiwanesischen Speicherchip-Herstellern

Presseberichte über die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens mit mehreren taiwanesischen Speicherchip-Herstellern wies Infineon hingegen am Freitag zurück. "In diese Richtung gibt es momentan keine Überlegungen", sagte eine Sprecherin des Unternehmens. Die "Financial Times Deutschland" (Donnerstagsausgabe) hatte berichtet, Infineon plane außer mit dem japanischen Elektronikkonzern Toshiba auch ein Joint-Venture mit den Firmen Mosel Vitelic, Winbond und Nanya aus Taiwan.

Der durch den sinkenden PC-Absatz rasante Preisverfall bei Speicherchips hatte dem Münchner Konzern in vergangenen Monaten schwer zugesetzt. Bei einem Umsatz von 332 Mill. Euro (4,57 Mrd. S) fuhr Infineon in seiner Sparte Speicherchips im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2000/2001 (30. September) einen Verlust vor Steuern und Zinsen in Höhe von 340 Mill. Euro ein. Der Kurs der Infineon-Aktie bewegte sich am Freitag kaum. Zwischenzeitlich legte er leicht auf 17,92 Euro zu. (APA/dpa)

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