Potter-Darsteller bewirkt Problemchen

3. November 2001, 00:47
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Angeblich plötzlicher Stimmbruch, dann erste schlechte Kritik

London - Ist Daniel Radcliffe (12), der Filmdarsteller des Zauberlehrlings Harry Potter, während der Dreharbeiten zu dem Fantasy-Streifen in den Stimmbruch gekommen? Darüber rätselt England. In den Szenen, die am Schluss gedreht wurden, sprach er so tief, dass er synchronisiert werden musste, hatte die "Sun" am Donnerstag verkündet.

Die Filmgesellschaft Warner Brothers hat dementiert: Am Freitag teilten der Regisseur Chris Columbus und der Produzent David Heyman in London mit: "Keine andere Stimme als die von Daniel Radcliffe ist für Harry Potter in dem Film 'Harry Potter und der Stein der Weisen' benutzt worden."

Allerdings gaben sie zu, dass der Schüler Joe Sowerbutts aus London einige Szenen nachsynchronisiert habe. Nach Angaben des 13-Jährigen ging es dabei um Daniel Radcliffe. Sowerbutts hatte in der "Sun" von Donnerstag von "einer großen Ehre" gesprochen. Sowerbutts war vor eineinhalb Jahren einer der 40.000 Buben gewesen, die sich für die Potter-Rolle beworben hatten. Er wurde nicht genommen, hat den Zauberlehrling aber bereits in einigen Computerspielen gesprochen: "Harry Potter zu sein, ist so cool", schwärmte er zur "Sun": Alle seien neidisch auf ihn.

Die erste Kritik des mit Spannung erwarteten Films fiel am Donnerstag mäßig aus. Das US-Magazin "Time" urteilte nach einer Vorab-Aufführung, der Film sei "nicht so gut wie das Buch" und zu überladen. Radcliffe hätte Potter ruhig etwas lebhafter und frecher spielen können. (APA/dpa)

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