Roßauer Lände: Bodenmarkierungen laut Schicker nun "korrekt"

2. November 2001, 12:17
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Zwei reine Abbiegespuren - ARBÖ will drei Geradeaus-Fahrstreifen

Wien - Nach Angaben des Wiener Verkehrsstadtrats Rudolf Schicker (S) sind die Bodenmarkierungen auf der Roßauer Lände vor dem Kreuzungsbereich Friedensbrücke nunmehr "korrekt": Laut einer Aussendung des Ressortchefs sind jetzt bereits beim Fernheizwerk Spittelau die beiden Geradeaus-Fahrspuren nach links verschwenkt. Ab dieser Stelle stehe somit auch bereits der Rechtsabbiegestreifen zur Verfügung. Knapp vor der Kreuzung kommt dann eine reine Linksabbiegespur hinzu - die nun aber ebenfalls ins Visier der Kritiker gerät.

So hat sich am Freitag der Wiener ARBÖ mit einer klaren Forderung an die Öffentlichkeit gewandt: Die Roßauer Lände müsse durchgehend wieder dreispurig für den Geradeausverkehr zur Verfügung stehen. Vor dem umstrittenen (und wieder rückgängig gemachten) Parkspur-Versuch auf der Lände war dies der Fall: Damals war die Abbiegespur in die Alserbachstraße auch mit einem geraden Pfeil versehen.

ARBÖ: Gegen Verschwinden nichts einzuwenden

Gegen dessen Verschwinden hat der ARBÖ laut eigenen Angaben nichts einzuwenden. Die reine Rechtsabbiegespur könne belassen werden. Man soll allerdings rasch prüfen, ob nicht die in den Morgenstunden wenig genutzte Linksabbiegespur auf die Friedensbrücke zu einer kombinierten Geradeaus- und Abbiegspur gemacht werden könne. Dies würde den Fließverkehr begünstigen.

Dazu ist laut Verkehrsstadtrat Schicker bereits eine andere Maßnahme geplant: Derzeit werde auch die Optimierung der Ampelschaltung im Kreuzungsbereich Friedensbrücke geprüft. Aktuell sei dort eine Grünphase von 50 Sekunden vorgesehen. Durch eine Umprogrammierung der Ampelschaltung und diverse Zusatzeinrichtungen, wie etwa Druckknöpfe für Fußgeher, wäre eine Verlängerung von fünf Sekunden in Spitzenzeiten möglich.

Der Verkehrsdurchfluss könnte dadurch wesentlich gesteigert werden, zeigte sich Schicker überzeugt. Bei "Nichtanmeldung" von Fußgängern bzw. Straßenbahnen wären in der Stunde weit über 100 Fahrzeuge zusätzlich pro Fahrspur möglich. Damit wäre auch die Durchlässigkeit des Kreuzungsbereiches höher als durch Wiederherstellung der kombinierten Rechtsabbiege/Geradeausspur, versicherte der Ressortchef. (APA)

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