Chic á la Oscar Wilde!

3. November 2001, 18:52
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Frau, greif in den Kleiderkasten des Mannes! Hemd, Krawatte, Nadelstreifanzug und Herrenhut sind en vogue

Ein glatt gebügeltes Hemd, dunkle Krawatte, Nadelstreifanzug und ein Hut schräg auf dem Kopf. Was sich im ersten Moment nach dem Outfit eines Managers anhört, ist die neueste Frauenmode für den Herbst/Winter 2001/2002. "Sehr männlich" zeigt sich der Kleiderkasten der Damen für die kühleren Jahreszeiten.

Bei weniger Budget muss jedoch nicht ein teurer Hosenanzug angeschafft werden - Alternative ist der Kleiderkasten des Mannes. "Die absolute Top-Farbe der klassisch gehaltenen Anzüge ist auf jeden Fall Schwarz", erklärte Hilde Grandits, Sprecherin von H&M Österreich. Weitere Couleurs für die kommende Saison seien Weiß, Kamel, Petrol und Bordeauxrot. Auch der Nadelstreif sorge für eine edle Kombination, meinte die Sprecherin. Das spanischen Modehaus Zara bezeichnete Schwarz auf seiner Homepage ebenfalls als "Protagonisten" der Herbstlooks. "Die Farbe ist der absolute Champion."

Kamel, Petrol, Bordeauxrot und - !Schwarz

Geschnitten ist das Gewand laut H&M sehr schmal. "Die Blazer sind eng und haben einfache Knopfleisten", sagte Granditz. Die Hosen sind ebenfalls schmal, überlang und sitzen auf der Hüfte, so die Sprecherin. "Die Damenmode ist eine Erinnerung an die Viktorianische Ära rund um die Jahrhundertwende, auch dir russische Linie kommt wieder", hieß es auch von Seiten von Zara. Es sei eine Kombination aus maskulinen Stoffen mit femininem Einschlag.

Hemden mit Streifenmustern

Mit der Liebe zum Detail geht wiederum das spanische Modehaus Mango vor: Es zeigt die klassischen Hosenanzüge Ton in Ton mit dazu passenden Westen. "Diese Anzugkombinationen mit Nadelstreifen, doppelten Knopfreihen oder krawattenähnlichen Gürteln gewinnen durch eine Kombination mit kleinen femininen Details - wie z.B. hohe spitze Stiefel mit Bleistiftabsätzen - einen extravaganten Touch", erklärte die deutsche Pressesprecherin Sandra Rodriguez. Mango setze bei den Hosen hingegen auf den weiten Marlene-Schnitt. "Hemdblusen mit Streifenmustern komplettieren den strengen Look", so Rodriguez.

... und wieder mit Manschettenknöpfen

Die eher dunkel gehaltenen Farben der Anzüge werden mit Herrenhemden in starken Kontrastfarben wie knallrot, blitzblau oder weiß kombiniert. "Auch die Streifenhemden und T-Shirts der achtziger Jahre sind wieder im Kommen. Dafür verschwinden Farben wie Violett, Lila und Rosa", betonte Granditz. Viele der Hemden haben auch wieder Manschettenknöpfe, die oft wie eine Art Brosche getragen werden. Abgerundet wird der männliche Stil mit dem Comeback der Krawatte für die Frau. "Wir haben sogar eine beige Bluse im Programm, wo die Krawatte bereits auf dem Kleidungsstück angenäht ist". Aber auch der lose Schlips ist in der Damenabteilung vorzufinden. "Das in Schwarz-Weiß gehaltene Accessoire findet reißenden Absatz" und neben den schwarzen Materialien sind Stoffe wie Denim oder Cord die Alternative.

Last, but not least: Der klassische Herrenhut mit schmaler Krempe

Auf dem Kopf der Damen ist der klassische Herrenhut mit schmaler Krempe ein Muss. Und sollte man bei so viel "Männlichkeit" weder in der Damenabteilungen noch "bei Mann" fündig geworden sein, bietet sich noch die Herrenabteilung an ;-)

APA/red

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