Wirtschaftspark Kottingbrunn soll Semperit ersetzen

2. November 2001, 11:20
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Landeshauptmann Pröll möchte rasch auf die Kündigungen reagieren

Baden - Die Realisierung des für 2003/04 geplanten automotiven Wirtschaftsparks Kottingbrunn im Bezirk Baden/NÖ wird vorgezogen. Landeshauptmann Erwin Pröll (V) habe den diesbezüglichen Auftrag erteilt, berichtete Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann (V) am Freitag. Das Land reagiere damit auf drohende Kündigungen im Semperit-Werk Traiskirchen. Die Grundankäufe für den Wirtschaftspark würden ebenso umgehend eingeleitet wie die Einrichtung der Infrastruktur, sagte Gabmann.

Projekt soll Kottomgbrunn verwirklicht wreden

Das Projekt soll auf dem bisherigen Semperit-Reifentestgelände in Kottingbrunn verwirklicht werden. Käufer des Areals wird die "Craft Center Kottingbrunn Testing and Developing Gesellschaft m.b.H." sein, deren Gesellschafter zunächst die niederösterreichische Regionalentwicklungsgesellschaft Eco Plus und der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds über eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft zu 75 Prozent sowie die Gemeinde Kottingbrunn zu 25 Prozent sind.

Wirtschaftspark für Autozulieferer

Der geplante Wirtschaftspark sei ein Projekt für Autozulieferer rund um den Magna-Konzern, so Gabmann am Freitag. Es werde sich um ein automotives Kompetenzzentrum handeln. "Wir wollen damit eine neue Art der Arbeitsmarktpolitik in Richtung Technologie und Forschung betreiben." Es sollen sichere Arbeitsplätze geschaffen werden, die nicht auslagerbar seien, betonte der Landesrat. "Dank Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sollen 'Herz und Hirn' der Unternehmen in Niederösterreich bleiben."

Semperit-Kündigungen auffangen

Ein weiteres Ziel des Projektes sei es, zumindest einen Teil der von der Kündigung bedrohten Semperit-Mitarbeiter aufzufangen, so Gabmann. In den Wirtschaftspark sollen etwa 120 Mill. S (8,72 Mill. Euro) investiert werden. Etwa 30 Mill. S seien für den Ausbau der Infrastruktur vorgesehen. In den kommenden fünf bis zehn Jahren sollen 2.000 bis 2.500 neue Arbeitsplätze entstehen. (APA)

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