Tokio weist Kritik der USA zu neuer Welthandelsrunde zurück

2. November 2001, 09:40
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Tokio - Die japanische Regierung hat Vorwürfe der USA zurückgewiesen, sie blockiere eine neue Welthandelsrunde. "Japan unternimmt die größtmöglichen Anstrengungen, um eine neue Gesprächsrunde zu starten", erklärte Japans Landwirtschaftsminister Tsutomu Takebe vor Journalisten in Tokio. Die Kritik Washingtons sei "unfair". Vielmehr sei Washington dafür zu kritisieren, dass es kurz vor der in der kommenden Woche beginnenden Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) noch versuche, nationale Forderungen in die geplante Schlusserklärung zu drücken.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Zoellick hatte Japan am Dienstag eine Blockadepolitik bei den Verhandlungen über eine weitere Liberalisierung des Welthandels vorgeworfen. Während Washington versuche, konstruktiv über Maßnahmen gegen das Preisdumping sowie Ausgleichszölle zu sprechen, hätten die Japaner "einfach 'Nein' zu allem gesagt". Zoellick unterstellte Tokio, es befinde sich in einem Zustand der "politischen Lähmung". Die Kritik war der bisher härteste Angriff aus der Regierung von Präsident George W. Bush gegen die japanische Führung. (APA)

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