UMTS-Lizenznehmer Xfera streicht 70 Prozent der Stelle

1. November 2001, 17:41
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UMTS-Lizenznehmer Xfera streicht 70 Prozent der Stelle

Der spanische UMTS-Mobilfunklizenznehmer Xfera will mehr als 70 Prozent der Stellen streichen, da sich der Netzaufbau für die neue Mobilfunkgeneration mindestens bis Ende kommenden Jahres verzögert. Xfera teilte am Donnerstag in Madrid mit, die Mitarbeiterzahl werde von derzeit 600 auf 170 reduziert.

Ursprünglich hatten mehrere UMTS-Lizenznehmer mit dem UMTS-Netzaufbau in Spanien zum Ende dieses Jahres beginnen wollen, was bei Branchenexperten seit längerer Zeit als zu ambitioniertes Ziel galt.

Xfera hatte sich zudem um eine vierte Mobilfunklizenz und Frequenzspektrum im gegenwärtigen GSM-Standard bemüht. Das Unternehmen hatte aber nur die Genehmigung zum Angebot von Mobilfunkdiensten und kein Spektrum erhalten. Ein Abkommen zur Mitbenutzung des Netzes mit der spanischen Vodafone-Tochter (früher Airtel) wurde nicht genutzt. Xfera hatte dies damit begründet, dass man Vodafone für die Mitbenutzung "ein Vermögen" hätte zahlen sollen. Daher hatte das von Sonera, Vivendi Universal und zwei spanischen Baukonzernen kontrolliertem Unternehmen angekündigt, die Größe der Firma den neuen Geschäftsbedingungen anzupassen. Bis zur Enführung des UMTS-Mobilfunks will sich Xfera um die Entwicklung mobiler Innternet-Dienstleistungen beschäftigen.

Neben dem noch nicht auf dem spanischen Mobilfunkmarkt aktiven Xfera-Konsortium hatten im vergangenen Jahr die drei Mobilfunkanbieter Telefonica Moviles, Vodafone und der kleinste GSM-Anbieter Amena, an dem die Telecom Italia ist, eine UMTS-Lizenz vom Staat erhalten.

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