Mugabes Minister "erpresste" Hochschul-Abschluss

1. November 2001, 14:31
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Einschüchterung durch offizielles Geheimdienst-Briefpapier

Harare - Ein Mitglied der Regierung von Simbabwes Präsident Robert Mugabe hat seinen Hochschul-Abschluss laut Gerichtsurteil nur durch Einschüchterung erlangt. Der stellvertretende Verkehrsminister Christopher Mushowe war nicht nur zwei Mal durch die Prüfung gefallen, sondern hätte auf Grund seiner schulischen Qualifikation gar nicht zum Studium zugelassen werden dürfen.

Richterin Elizabeth Gwaunza wurde am Donnerstag von der Zeitung "Daily Nation" mit der Ansicht zitiert, dass Mushowe als Mitglied von Mugabes Geheimpolizei galt - "einer Organisation, die in der Öffentlichkeit Furcht einflößt". Er habe die Universitätsleitung auf offiziellem Briefbogen des Geheimdienstes eingeschüchtert, um zugelassen zu werden.

Die Richterin verwarf damit seine Verleumdungsklage gegen einen Journalisten und einen Universitäts-Angestellten. Kanzler der Universität von Simbabwe ist der 77-jährige Präsident Mugabe selbst. (APA/dpa)

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    Robert Mugabe, Staatspräsident und Kanzler der Universität

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