Österreicher von mazedonischer Polizei angeschossen

1. November 2001, 12:31
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Hielt während Ausgangssperre nicht an Kontrollpunkt an

Skopje - Die mazedonische Polizei hat in der Stadt Tetovo einen Mann aus Österreich in einem Auto angeschossen. Der Verletzte, der für die neugegründete Südosteuropäische Universität in der Stadt arbeite, sei später in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei am Donnerstag in Skopje mit.

Die Polizei erklärte, der Fahrer eines Wagens habe in der Nacht zum Donnerstag gegen 23.00 Uhr während der Ausgangssperre eine Aufforderung zum Halten missachtet. "Sie versuchten den Wagen zu stoppen, er beschleunigte aber", zitierte die staatliche Nachrichtenagentur MIA die Polizei. "Als der Wagen auch am nächsten Kontrollpunkt nicht hielt, eröffneten die Polizisten das Feuer um zu versuchen, ihn zu stoppen." Mulner sei Beifahrer gewesen.

Mit einem Privatwagen zur Klinik

Kurz vor Mitternacht sei eine Ambulanz zu einer Tankstelle gerufen worden. Aus Sicherheitsgründen sei aber kein Notarztwagen in die Gegend geschickt worden, berichtete die Agentur. Der Angeschossene sei dann mit einem Privatwagen zu einer Klinik gebracht worden.

Der mazedonische Rundfunk hatte zuvor berichtet, es sei aus dem Auto heraus geschossen worden. In der Mitteilung der Polizei, die von einer Attacke sprach, wurde dazu keine genauen Angaben gemacht. An mazedonischen Kontrollpunkten sind in den vergangenen Monaten bereits mehrfach Personen erschossen worden, die nicht anhielten oder verdächtig waren.

Außenamt zu Zwischenfall in Mazedonien: "Nichts Ärgeres passiert"

"Es ist nicht Ärgeres passiert" - Diesen Wissensstand über eine Schießerei in der mazedonischen Stadt Tetovo, bei der Mittwoch Abend ein Österreicher verletzt worden war, vermittelte Donnerstag Mittag das Wiener Außenministerium. Der Vorfall habe sich nach Verhängung der Ausgangssperre ereignet, hieß es, der Betroffene werde ärztlich versorgt. (APA/dpa)

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