Premiere World steigt aus Decoder-Geschäft aus

1. November 2001, 11:48
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3,5 Milliarden Schilling Sparpotenzial

Premiere World trennt sich von der verlustreichen Empfangstechnik für das Bezahlfernsehen. "Wir steigen aus der Decoder-Entwicklung aus. Wir sind Anbieter von Inhalten", sagte der neue Premiere-Chef Ferdinand Kayser dem "Handelsblatt". "Die Hersteller sollen selbst Empfangsgeräte für das digitale Fernsehen entwickeln und verkaufen. Das gehört nicht mehr zu unserem Kerngeschäft", sagte Kayser. Premiere World will sich den Angaben zufolge auf interaktive Dienste wie Spiele, Merchandising und Teleshopping konzentrieren.

Von dem Strategiewechsel verspricht sich Premiere langfristig Einsparungen in Höhe von 500 Mill. DM (256 Mill. Euro/3,52 Mrd. S) jährlich. Premiere-Hauptgesellschafter Leo Kirch und sein Partner Rupert Murdoch wollen die hohen jährlichen Verluste des Bezahlfernsehens von zuletzt 1,6 Mrd. DM möglichst schnell senken, heißt es in dem Blatt.

Premiere arbeite mit Hochdruck an neuen Erlösquellen. "Wir haben derzeit 2,2 Mill. digitale Kunden, die wir für neue Geschäfte im Freizeit-, Spiele- und Merchandising-Bereich nutzen werden", sagte Kayser, der seit wenigen Wochen Chef von Premiere World, das Pay-TV der Kirch-Gruppe ist. 4 Mill. Kunden werden angestrebt. Spätestens im Jahr 2004 soll die Gewinnzone erreicht sein. Der Umsatz von Pay-TV lag im Geschäftsjahr 2000 bei 818 Mill. Euro. (APA)

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