Sofiensäle: Keine Brandstiftung

1. November 2001, 19:02
posten

Gutachten der Staatsanwaltschaft

Wien - Die bisherigen Erkenntnisse der Kriminalisten ergaben, dass die Wiener Sofiensäle nicht durch Brandstiftung zerstört worden waren.

Wie DER STANDARD berichtete, war der Veranstaltungssaal nach Flämmarbeiten am Dach im August niedergebrannt. Wegen des desolaten Zustands der Sofiensäle und verschiedener gescheiterter Nutzungsprojekte war der Verdacht geäußert worden, dass der Brand "nicht zufällig" passiert sei. Eine Bürgerinitiative hatte auf eigene Faust Zeugen zu dem Brand befragt und angebliche Indizien präsentiert.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat daher Gutachten in Auftrag gegeben, den Fall aber nun dem Bezirksgericht überlassen. Es ist möglich, dass das Verfahren eingestellt oder ein Strafantrag wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst erhoben wird. Sollten die Experten doch bestätigen, dass vorsätzliches Handeln nicht auszuschließen ist, müssten die Akten wieder zur Staatsanwaltschaft geleitet werden. (aw/DER STANDARD, Print, 2.11.2001)

Share if you care.