"Fürs Kinderkriegen braucht man doch kein Studium!"

1. November 2001, 11:40
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SPÖ übt Kritik an Bildungs-Devise der Regierung

Wien - "Ohne freien Zugang zur Bildung wird es auch keine Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern geben", stellt Gabriele Binder, SPÖ-Abgeordnete und Frauenvorsitzende der SPÖ-NÖ, zu den "massiven Einsparungen im österreichischen Bildungssystem fest, die die Bundesregierung nun unter dem Deckmantel der 'Bildungsoffensive' durchführt". "Deswegen ist der jetzige Angriff auf unser Bildungssystem auch ein Angriff auf die Frauenrechte. Bei der FPÖVP scheint die Bildungs-Devise nach wie vor zu lauten: Fürs Kinderkriegen braucht man doch kein Studium!"

"Die blau-schwarzen Kürzungen treffen vor allem die Frauen - egal in welchem Bereich gespart wird. Und diese ungerechte Entwicklung muss endlich gestoppt werden!", meinte Binder weiters. Eine Beschränkung der Bildungsmöglichkeiten in Österreich bedeute, dass die Frauen noch weiter an den Rand gedrängt werden, betonte sie und fügte hinzu: "Aber wir lassen uns nicht zu einer Randgruppe machen!" Deswegen demonstrieren die SPÖ-Frauen in diesen Tagen bei Straßenaktionen in ganz Niederösterreich ihr striktes NEIN zu weiteren Kürzungen im Bildungsbereich. Stattdessen fordern sie die sofortige Abschaffung der Studiengebühren, eine Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahlen und eine soziale Chancengleichheit in der Bildung.

"Denn Bildung ist Investition in die Zukunft. Wer bei der Bildung spart, spart auf Kosten der sozial Schwächeren und auf Kosten unserer Kinder", so die Landesfrauenvorsitzende abschließend. (red)

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