Die Kosmos-Frauen laden zum Lachen der Geschlechter

1. November 2001, 00:39
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Mit Vernissage, Theater und Filmvorführung - HEUTE

Der Kosmos.Frauen.Raum lädt zum Zyklus 7:

DAS GELÄCHTER DER GESCHLECHTER (Copyright Helga Kotthoff)

Großes Opening am
1.November
bei freiem Eintritt:

  • 19.00 Uhr Vernissage: Gabriele Szekatsch "Heart the Beast: come into my balloon" Comics und andere Abstraktionen aus Formen, Linien, Licht und Schatten. Ton und Klanginstallationen von Tamara Wilhelm.

  • Ab 20.30 Uhr geht es lächelnd weiter mit dem Impro-Theater der Gruppe RückSpiegel zum Thema Humor, einem Ausschnitt aus Lilly Waldens neuem Solo "Die Diebin" (Halten Sie Ihre Handtaschen geschlossen!) und Kostproben aus dem Soloprogramm von Christina Zurbrügg. Petra Riffel begleitet das Opening mit clownesker Pantomime, eine Anregung zur Teilnahme an ihrem Clownerie-Improvisations-Workshop.

    Moderation: Barbara Klein

  • Um 22.00 Uhr erleben Sie das Filmportrait JUGGLING GENDER (von Tami Gold, USA 1992, 27 Min.)
    Ein liebevolles Portrait über Jennifer Miller, die als Performerin, Zirkusdirektorin, Clownin und als "bearded lady" in einer der wenigen noch existierenden sideshows in Amerika arbeitet. In der Öffentlichkeit wird sie oft für einen Mann gehalten, eine Erfahrung, der sie mit dem Witz und der Intelligenz begegnet, die auch ihre Bühnenauftritte kennzeichnen. Ihr Lebensstil weist auf die Unmöglichkeit hin, jemand als eindeutig weiblich oder männlich zu definieren. "Juggling Gender" erforscht die Verschwommenheit des Gender-Begriffes und stellt wesentliche Fragen über die Konstruktion von geschlechtlicher und sexueller Identität.

  • Und zum Abschluss folgt der Film TAUSENDSCHÖNCHEN / SEDMIKRÁSKY (CZ 1967, 74 Min., O.m.dt.UT Regie: Vera Chytilová, Kamera: Jaroslav Kucera)
    Die (Anti-)Heldinnen von Chytilovás Film, Marie I und Marie II, toben und tricksen sich durch den realsozialistischen Alltag. Sie ersinnen zahlreiche Tricks, um die Gesellschaft hinters Licht zu führen, sie stiften Verwirrung in einem Nachtclub, überlisten reiche Spießbürger, plündern Buffets und hinterlassen Chaos allüberall. Neben einer hedonistischen Attacke auf den Anstand und die sozialistische Spießermoral scheint dieser Film auch schon die Kritik der Konsumgesellschaft vorwegzunehmen. Ein "Klassiker" voll bösartigem Witz, zerstörerischer Komik und einer grellen, an die Pop-Art erinnernden Bildwelt. Chytilovás "Tausendschönchen", ein Film der Neuen Welle, entstanden in der Aufbruchstimmung des Prager Frühlings, wurde damals offiziell dafür kritisiert, dass er "die Zerstörung von Lebensmitteln" zeigt. Später landete er gemeinsam mit vielen tschechoslowakischen Filmen aus dieser Zeit wegen seiner "antisozialistischen" Tendenz in streng bewachten staatlichen Tresoren. (red)

  • Großes Opening:
    1. November
    Freier Eintritt!
    ab 19.00 Uhr

    kosmos.frauenraum
    Siebensterngasse 42
    A-1070 Wien
    kosmos.frauenraum
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