Zum Abschluss ein Remis für Rapid

1. November 2001, 23:03
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Nach grandiosem Start der Hütteldorfer verkürzte Paris SG auf 2:2

Wien - Nur ein "Wunder" hätte Rapid nach dem 0:4 vom Prinzenpark-Stadion in die dritte Runde des UEFA-Cups katapultiert und zur Pause durften die größten Optimisten auch ein bisschen damit spekulieren. Denn die Wiener lagen gegen Paris SG nicht zuletzt dank der Mithilfe des luxemburgischen Tormanns Gillet durch zwei Tore von Rene Wagner (11./17.) mit 2:0 voran, kassierten aber schon in der 53. Minute durch Pottilon den entscheidenden Treffer zum 1:2 und in der 91. Minute durch Hugo Leal auch noch den Ausgleich zum 2:2-Endstand.

2:0 nach 17 Minuten

Die Franzosen begannen (ohne Starstürmer Anelka) überheblich und wurden prompt bestraft. Zunächst köpfelte Rene Wagner einen Eckball von Wallner von rechts mit einem Aufsetzer zwischen den Beinen durch von SG-Ersatzkeeper Gillet durch zum 1:0 ins Netz (11.). Dann war das Stürmer-Duo auch beim 2:0 in der 17. Minute im Duett aus einer weiteren Standardsituation erfolgreich. Wallner schoss einen Freistoß von halblinker Position gefährlich vor das Pariser Tor, Gillet wehrte den Ball ideal für den goldrichtig postierten Wagner ab, der vom Fünfer mit dem rechten Fuß traf.

Payer mit Glanzparaden

Die Franzosen wurden erstmals in der 21. Minute mit einem Kopfball von Mendy, den der im Gegensatz zu Paris diesmal starke Payer zur Ecke parierte, gefährlich. Der Rapid-Goalie blieb kurz darauf auch gegen Cisse und Agostinho siegreich (22.). Rapid machte sich dann lange Zeit nur noch mit einem Kopfball von Lagonikakis (40.) nach einen Corner von Wallner bemerkbar.

Pottilon zerstörte letzte Hoffnungen

Die Pariser, von ihrem Trainer Luis Fernandez in der Pause entsprechend heiß gemacht, dominierten dann mit zwei neuen Leuten vom Beginn der zweiten Hälfte an klar. In der 50. Minute blieb Payer zwar bei einem Freistoß von Dehu noch siegreich, doch gegen gegen Kopfball von Pottilon nach einer weiten Freistoßflanke des eingewechselten Arteta in die lange Ecke war er machtlos - nur noch 2:1 (53.). Dann zeichnete sich der Rapid-Keeper bei großen Möglichkeiten von Aloisio (56./66.) aus, kassierte aber in der 91. Minute durch einen platzierten Flachschuss von Hugo Leal in die linke Ecke doch noch das 2:2. Martin Hiden hatte den Pariser unfreiwillig den Ball aufgelegt.

Herzog-Sprechchöre

Rapid schaffte in der gesamten zweiten Hälfte (ohne den leicht verletzten Rene Wagner) nur im Finish zwei, drei gute Angriffe, wobei Wallner in der 88. Minute Gillet mit einem gefährlichen Schuss zu einer tollen Parade zwang. Ein Spielmacher wie Andreas Herzog, nach dem Rapid-Fans in Sprechchören riefen, fehlte dem österreichischen Rekord-Champion jedenfalls an allen Ecken und Enden. (APA)

  • Rapid Wien - Paris Saint-Germain 2:2 (2:0)
    Hanappi-Stadion, 10.400, Helge Olsen (NOR)
    Hinspiel: 0:4; Paris SG mit dem Gesamtscore von 6:2 weiter

    Tore: Wagner (10./17.), Pottilon (53./Kopf), Leal (91.)

    Rapid: Payer - Ratajczyk - Markus Hiden, Freund - Lederer, Taument (81. Kauz), Erbay, Lagonikakis, Jazic - Wallner, Rene Wagner (46. Maletic/88. Ivanschitz)

    Paris SG: Gillet - Pochettino - El-Karkouri, Heinze - B. Mendy, Cisse (46. Arteta), Dehu (70. Hugo Leal), Potillon - Agostinho, Alex, Ronaldinho (46. Aloisio)

    Gelbe Karten: Wallner, Lederer bzw. Agostinho, Mendy, Arteta

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