Erforschung der Nanotechnologie

1. November 2001, 22:53
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Verwendbar für Biosensoren, Beschichtungen, Implantate oder in der Umwelttechnik

Seibersdorf - Was in der Materialforschung vor kurzem noch bei Mikro endete, wird jetzt schon im Maßstab Nano, also einem Millionstel Millimeter, gemessen. Die Ergebnisse der Forschung in praktikable, am Markt verkaufbare Anwendungen zu überführen, ist eines der Ziele im Geschäftsbereich Werkstoffe und Produktionstechnik der ARC Seibersdorf research. Etliche Verwendungen sind bereits angedacht, so etwa für Biosensoren, Beschichtungen, Implantate oder in der Umwelttechnik. In einem Workshop am 19. November will der Geschäftsbereich Werkstoffe jetzt die Industrie auf den Nano-Geschmack bringen.

Nano-Werkstoffe sind Materialien, die so hergestellt werden, dass ihr struktureller Aufbau gezielt aus Molekülen oder Körnern im Nanomaßstab (zwischen 1 und 100nm) erfolgt. Dadurch verändern auch herkömmliche Werkstoffe ihre physikalischen, chemischen und mechanischen Eigenschaften. Sie können z.B. wesentlich höhere Festigkeiten in Verbindung mit besserer Dehn- und Formbarkeit erreichen. Von der Nanotechnologie verspricht sich die Werkstoff-Forschung revolutionäre Ergebnisse, vorausgesetzt, die bislang noch nicht zur Gänze verstandenen Ursachen für die Eigenschaftsänderungen werden vollständig erforscht und dieses Wissen wird für praktische Anwendungen eingesetzt. Die Forscher denken bereits an verschiedendste Einsätze nanostrukturierter Materialien, etwa in der Medizintechnik, in der Elektronik und in der Biotechnologie.

Workshop

Workshop für Industrie zur Demonstration der Möglichkeiten Um Industriebetrieben in Österreich den aktuellen Entwicklungsstand der Nano-Werkstoffe und deren Anwendungspotenzial näherzubringen, organisiert der Geschäftsbereich Werkstoffe und Produktionstechnik mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, das Bundesministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten und TecNetArea am 19. November 2001 einen Workshop im ARC-Kompetenzzentrum ECHEM in Wiener Neustadt. Im Kompetenzzentrum, das vom Geschäftsbereich Werkstoffe aufgebaut wurde, arbeiten 20 Unternehmen, die Technischen Universitäten Wien und Graz sowie die Universität Wien vor allem an der Optimierung von Beschichtungen. Gerade dort eröffnen sich weite Einsatzmöglichkeiten für die Nanotechnologie. Bei der Demonstration der möglichen Anwendungen der Nanotechnologie werden Experten aus Großbritannien, Deutschland, Russland und Österreich die ForscherInnen von ARC Seibersdorf research unterstützen. (APA)

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