Der Cyberspace von gestern

1. November 2001, 15:17
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Universität Berkeley ermöglicht das Ansurfen von Webseiten, die längst außer Betrieb sind

Das Internet-Archiv der Universität Berkeley, Kalifornien, hat eine Internet-Zeitmaschine gestartet. Wayback Machine erlaubt es dem Benutzer Webseiten anzusurfen, die schon seit Jahren außer Betrieb sind. "Das Internet Archiv hat mehr als zehn Mrd. Webseiten katalogisiert, die ansonsten verloren gegangen wären", so der Gründer des Archivs, Brewster Kahle. "Mit der Wayback Machine kann jeder in der Zeit zurückreisen und das Internet erleben, wie es vor einigen Jahren war."

1996 gegründet

Berkeley macht seinen Webfundus zum fünften Jahrestag des Internet Archivs der Öffentlichkeit zugänglich. Das Archiv wurde 1996 gegründet und sammelt seit damals Web-Pages. Dabei arbeitet das Archiv mit anderen Institutionen wie der Library of Congress und dem Smithonian Institute zusammen. Inzwischen hat das Projekt mehr als 100 TB an Daten gesammelt und die anfallende Datenmenge liegt zurzeit bei 10 TB im Monat. Um eine "untergegangene" Webseite zu besuchen, muss der Benutzer nur die gewünschte URL in dem Eingabefeld angeben. Allerdings ist der Dienst zurzeit wegen dem regen Echo überlastet und die Suchabfragen dauern etwas länger.

Für die Betreiber des Internet Archivs liegt der große Wert des Dienstes vor allem im historischen Interesse. Für sie liefert die Wayback Machine umfangreiche Schnappschüsse von der Internetkultur und dem Tagesgeschehen.(pte)

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