"es nymbt auch den windt in dem leib..."

29. März 2006, 12:01
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Als Schlankheitsmittel galt Fenchel bei die Griechen, die Römer kurierten mit Fenchel Augenleiden, Erkrankungen der Verdauungsorgane und Atemwegserkrankungen und im Mittelalter galt Fenchel als Aphrodisiakum

Vor noch 50 Jahren war der Gemüse- oder Knollenfenchel in Österreich noch weitgehend unbekannt. Erst durch Importe aus den Mittelmeerländern, insbesondere aus Italien ist er heute in ganz Europa verbreitet.

Zur Familie der Doldenblütler gehören neben dem Knollenfenchel zum Beispiel auch noch die Karotte und die Pastinake sowie verschiedene wertvolle Gewürzkräuter wie Dill, Petersilie, Anis, Fenchel, Kümmel, und Koriander. Allen gemeinsam sind große Mengen an Beta - Carotinoiden, die im Körper eine krebsschützende Wirkung haben. Außerdem enthalten sie reichlich ätherische Öle, die auch schleimlösend und beruhigend sind. Schon seit jeher wird Fenchel wegen seiner heilenden Wirkung bei Erkältung und Verdauungsproblemen geschätzt.

Kalorienarm und reich an Mineralstoffen

Knollenfenchel zeichnet noch anderes aus: Sie sind sehr kalorienarm und reich an verschiedenen Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium, Kalium und Kalzium aus. Der Vitamin C - Gehalt ist fast doppelt so hoch wie der von Orangen, vorausgesetzt man verspeist den Fenchel roh. Seine ätherischen Öle Menthol und das kampferartige Fenchon wirken direkt und schnell auf die Durchblutung der Schleimhäute und erleichtern bei Erkältung und Husten die Atmung. Anethon wirkt östrogenähnlich und fördert damit die Milchsekretion bei stillenden Müttern.

Da die zarten, dillähnlichen Blätter sogar noch mehr Inhaltsstoffe als die Knolle selbst aufweisen, empfiehlt es sich, diese frisch gehackt über das jeweilige Gericht zu streuen.

Aromatisch und süßlich

Fenchel schmeckt sehr aromatisch und leicht süßlich nach Anis. Gegessen werden die saftigen, fleischig verdickten Blattstiele, die je nach Sorte kurz und breit oder schmal und länglich sein können und als eine Art Knolle ausgebildet sind. Beim Kauf sollte diese weiß bis hellgrün, fest und ohne braune Druckstellen sein. Das Kraut muss frischgrün aussehen.

Variationen in der Zubereitung sind groß: Warm, gekocht als Gemüsebeilage, als Suppe, als Auflauf oder zusammen mit Karotten, Tomaten und Zwiebeln bereichert Fenchel jeden Speiseplan. Roh verzehrt in Form von Salat, auch zusammen mit Äpfeln, Birnen, Weintrauben oder Nüssen kommen seine wertvollen, gesunderhaltenden Inhaltsstoffe voll zur Geltung. Auch gegrillt oder zu kurz gebratenem Fleisch oder Fisch schmeckt er ganz vorzüglich.

Ab Mitte Juli bis Dezember ist der Knollenfenchel aus heimischem Anbau erhältlich.
(red)

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