Vom Honig der Erde - die Karotte

29. März 2006, 11:59
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Wenn die Anzahl der Bezeichnungen für etwas direkt proportional zu dessen Beliebtheit ist, muss dieses Gemüse mal sehr angesagt gewesen sein.

Wer Karotten zum ersten Mal gefunden hat, ist unbekannt, zumal sie tief im Erddunkel gedeihen: sie gehören zu der großen Gruppe der Wurzelgemüse. Karotten, in nicht fundierten Abweichungen auch Mohrrüben oder Möhren genannt, unterscheiden sich allerdings im Vitamin- und Nährstoffgehalt stark von den übrigen Wurzeln. Sie sind die besten einheimischen Karotin-Spender. Karotin ist eine Vorstufe des Vitamin A, das Kinder zum Wachsen bringt, Augen- und Sehkraft stärkt, das Blut reinigt, Kreislaufstörungen und Magenleiden mildert und die Widerstandskraft erhöht.

Kennen Sie Karottengerichte

Karotten/Mohrrüben/Möhren gibt in vielen Formen und Färbungen. Sie enthalten mehr Zucker als jedes andere Gemüse mit Ausnahme roter Bete, doch spielen sie in der Küche nur eine bescheidene Rolle, Abgesehen von Suppen, Babynahrung und Salaten gibt es wenige Karottengerichte, jedoch spielt dieses Wurzelgemüse bei den Desserts sehr wohl eine Rolle.

Süßspeisen aus Karotten finden wir in verschiedensten Arten: Bei den Iren, die Karotten poetisch als ,-Honig der Erde- bezeichnen, den Hindus, die -gajar halva- eine Arte Pudding aus aus Karotten, Nüssen, Zucker und Milch, bei den Juden, die -zimmes-, einen Eintopf, der hauptsächlich aus Karotten besteht, mit Honig süßen, und bei den Schweizern und in Österreich - Rübli- oder Karottentorte - ein Kuchen aus Karotten und Nüssen dekoriert mit Marzipankarotten. In England und den Vereinigten Staaten wird bisweilen Marmelade aus Karotten gekocht.

Wurzelgemüse - die erste Nahrung

Essbare Wurzeln zählen zu den ersten Nahrungsmitteln, die dem Menschen zur Verfügung standen, und zu ihnen wiederum zählt die Karotte oder Möhre. Ihre Heimat ist Afghanistan, doch im Mittelmeerraum wurde sie schon lange vor Einsetzen unserer Zeitrechnung kultiviert. Ableger der wilden Möhre gedeihen überall, sogar in den unwirtlichen Höhen des Himalaya-Gebirges.

TIPP:
Ob roh oder gekocht, Karotten sollen immer mit etwas Fett (Öl, Butter, Sahne) zubereitet werden, damit der Körper das Karotin verwerten kann. Karotin ist nur in Fett löslich. Es wichtig für die Sehkraft und die Blutreinigung.
(red)

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