ÖsterreicherInnen sind mit den Parteien unzufrieden

28. September 2004, 10:33
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Schlechte Noten für Regierung - Ablehnung für Null-Defizit

Wien - Die ÖsterreicherInnen sind mit der Arbeit der politischen Parteien nicht zufrieden. Seit der letzten Erhebung durch das Linzer market-Institut habe es "dramatische Veränderungen" gegeben, sagte der Vorstand des Markt- und Meinungsforschungsinstitutes Werner Beutelmeyer am Mittwoch in Wien. Laut aktueller Umfrage meinen 50 Prozent der ÖsterreicherInnen, dass sich die Parteien zu wenig anstrengen. "Für alle Parteien hat es jämmerliche Prozentsätze gegeben. Die ÖsterreicherInnen sind der Meinung, dass die Parteien ohne wesentliche Unterschiede zu wenig Leistung für Österreich erbringen", so Beutelmeyer.

Null-Defizit keine Causa Prima mehr

Ein Festhalten am Null-Defizit ist für die Mehrheit der Österreich laut der aktuellen repräsentativen Umfrage nicht erforderlich. 63 Prozent sind demnach der Meinung, dass die Bundesregierung am Null-Defizit nur festhalten sollte, wenn die Konjunktur es erlaube. Gleichzeitig gehen 57 Prozent davon aus, dass das von der Regierung angestrebte Null-Defizit nicht halten wird. Überhaupt sei bei den ÖsterreicherInnen ein Umdenkprozess festzustellen, meinte Beutelmeyer. Das "Null-Defizit" rangiere bei den wichtigen Themen derzeit weiter hinten und sei nicht mehr "Causa Prima".

Die Beurteilung der Bundesregierung hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Im Schnitt wird ihr eine Note von 3,1 nach 2,8 im Oktober 2000 gegeben. Der Anteil jener, die für die Arbeit der Regierung die Noten 1 und 2 vergaben, ist seit Oktober 2000 von 36 auf 21 Prozent gesunken.

Dass die Regierungskoalition noch die restliche Legislaturperiode halten wird, davon zeigten sich laut market-Umfrage 71 Prozent der ÖsterreicherInnen überzeugt. Im Oktober 2000 waren es 76 Prozent. (APA)

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