Muskatnuss und Muskatblüte

4. April 2003, 14:06
posten

Von den Gewürzinseln stammt der Muskatbaum, der bis zu 100 Jahre alt werden kann. Er wird wildwachsend in riesigen Wäldern bis zu 15 m hoch.

Arabische Gewürzhändler brachten die Muskatnüsse und Blüten im 6. Jahrhundert mit Karawanen nach Alexandria, im 10. Jahrhundert kamen sie dann nach Europa, jedoch erst im 16. Jahrhundert, als die Portugiesen den indischen Gewürzmarkt mit ihren großen Segelflotten erschlossen, wurde das Gewürz auch bei uns wirklich bekannt. Im Mittelalter wurden viele Getränke damit gewürzt, Bier, aber auch der germanische Met enthielten einen Hauch von Muskat.

Die Muskatnuss ist nicht die Frucht des Muskatbaumes, es sind die Samenkerne der Früchte, die Ähnlichkeit mit unseren Marillen haben. Aber nicht nur die Nuss wird zur Würzung verwendet, sondern auch die Muskatblüte (Macis), bei der es sich um die faserige Schale handelt, wird als Gewürz genutzt. Beides, Macis und Nuss, haben einen aromatisch-harzigen und leicht bitteren Geschmack. Die Blüte ist etwas feiner und milder.

Nach der Ernte der Pflanzen werden sie getrocknet und in ihrer Qualität bestimmt, um dann in die unterschiedlichen Preisklassen aufgeteilt zu werden. Muskat gehörte schon immer zu den teuersten Gewürzen der Welt, wobei die "Blüte" den höheren Wert hat. Gerieben verliert die Muskatnuss schnell das Aroma. Muskat hilft bei starken Schmerzen, wie Rheuma und Muskelschmerzen. Häufig werden die Substanzen für Salben und Cremes verwendet. Auch als Aphrodisiakum wird die Muskatnuss angepriesen. Die ätherischen Öle wirken dank des Aromas nervenberuhigend und stimmungserhellend zugleich. Auch in der Homöopathie spielt Muskat noch eine Rolle.

Vorsicht ist jedoch geboten. Muskat gehört zu den sogenannten Gewürzdrogen. In größeren Mengen zu sich genommen, kann Muskat zu extremer Müdigkeit und Halluzinationen führen.

Share if you care.