"Aussätzige" - Frauen unter der Taliban- Herrschaft

25. November 2001, 15:31
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Eine Auflistung von Verboten und Misshandlungen, die Frauen in Afghanistan widerfahren

Die folgende Liste vermittelt lediglich einen kleinen Einblick in das Höllenleben, welches afghanische Frauen durch die Taliban zu führen gezwungen sind.

Taliban behandeln Frauen schlechter als Tiere. Sie gelten als vollkommen wertlos, ausgenommen "natürlich" das Kindergebären, die sexuelle Befriedigung der Männer und die Verrichtung der täglichen Hausarbeit.

Verbote und Misshandlungen

  • Vollständiges Verbot für Frauen, außerhalb ihres Hauses zu arbeiten, welches auch auf Lehrerinnen, Ingenieurinnen und die meisten weiblichen Professionellen angewendet wird. Nur sehr wenigen Medizinerinnen und Krankenschwestern ist es erlaubt, in einigen Kabuler Krankenhäusern zu arbeiten.

  • Vollständiges Verbot für Frauen, irgendeine Aktivität außerhalb ihres Hauses ohne Begleitung eines Mahram (naher männlicher Verwandter wie Vater, Bruder oder Ehemann) durchzuführen.

  • Verbot für Frauen, mit männlichem Verkaufspersonal zu verhandeln.

  • Verbot für Frauen, sich von männlichen Ärzten behandeln zu lassen.

  • Verbot für Frauen, an Schulen, Universitäten und anderen Bildungsinstituten zu studieren (die Taliban haben Mädchenschulen in religiöse Seminare umgewandelt).

  • Forderung an die Frauen, einen langen Schleier (Burka) zu tragen, der sie vom Kopf bis zu den Zehen einhüllt.

  • Auspeitschen, Schlagen und verbale Misshandlung von Frauen, die nicht in Einklang mit der talibanischen Kleiderordnung gekleidet sind oder nicht von einem Mahram begleitet werden.

  • Öffentliches Auspeitschen von Frauen, wenn ihre Fussgelenke nicht bedeckt sind.

  • Öffentliches Steinigen von Frauen, die angeklagt sind, außerehelichen Sex gehabt zu haben. (Eine Anzahl von Liebhabern sind unter dieser Norm zu Tode gesteinigt worden).

  • Verbot, Kosmetik zu benutzen. (Vielen Frauen wurden die Finger mit lackierten Nägeln abgeschnitten).

  • Verbot für Frauen, mit Männern, die nicht Mahram sind, zu sprechen oder ihnen die Hand zu geben.

  • Verbot für Frauen, laut zu lachen. (Kein Fremder soll die Stimme der Frau hören).

  • Verbot für Frauen, Absatzschuhe zu tragen, welche beim Gehen Geräusche produzieren könnten. (Ein Mann darf die Schritte einer Frau nicht hören.)

  • Verbot für Frauen, ohne einen Mahram ein Taxi zu benutzen.

  • Verbot des Auftritts von Frauen in Radio, Fernsehen und jeder Art von Kommunikationsmedien.

  • Verbot für Frauen, Sport zu treiben oder einen Sportclub zu betreten.

  • Verbot für Frauen, sogar in Begleitung ihres Mahrams, Fahrrad oder Motorrad zu fahren.

  • Verbot für Frauen, farbenfrohe Kleidung zu tragen. Nach der Taliban-Terminologie handelt es sich hierbei um "sexuell anziehende Farben".

  • Verbot für Frauen, sich zu festlichen Anlässen oder für Erholungszwecke zusammen zu finden.

  • Verbot für Frauen, an Flüssen oder an öffentlichen Plätzen Wäsche zu waschen.

  • Umbenennung von Plätzen, die das Wort "Frauen" im Namen haben. Der "Frauengarten" wurde beispielsweise in "Frühlingsgarten" umbenannt.

  • Verbot für Frauen, sich auf den Balkonen ihrer Wohnungen oder Häuser aufzuhalten.

  • Zwanghaftes Bemalen aller Fenster, damit die Frauen von draußen nicht zu sehen sind.

  • Verbot für männliche Schneider, bei Frauen Maß zu nehmen oder Frauenkleider zu nähen.

  • Verbot von öffentlichen Bädern für Frauen.

  • Verbot für Männer und Frauen, im selben Bus zu reisen. Öffentliche Busse müssen nun mit der Aufschrift "Nur für Männer/Nur für Frauen" gekennzeichnet sein.

  • Verbot, weite Hosen zu tragen, sogar unter der Burka.

  • Verbot, Frauen zu fotografieren oder zu filmen.

  • Verbot, Bilder von Frauen in Zeitungen und Büchern abzudrucken, oder sie in Häusern oder Läden aufzuhängen.

    Allgemeine Verbote für Frauen und Männer

  • Musik zu hören.

  • Filme, Fernsehen und Videos anzuschauen.

  • das traditionelle Neujahrsfest (Nowroz) am 21. März zu feiern. Die Taliban haben diesen Feiertag als "unislamisch" deklariert.

  • den Internationalen Tag der Arbeit (1. Mai) abgeschafft, weil er als "kommunistischer" Feiertag angesehen wird.

  • allen Menschen mit nichtislamischen Namen befohlen, sie gegen islamische Namen zu wechseln.

  • der afghanischen Jugend einen Haarschnitt aufgezwungen.

  • den Männern befohlen, islamische Kleidung und eine Kappe zu tragen.

  • den Männern befohlen, ihren Bart nicht zu rasieren oder zu schneiden, so dass er wächst, bis er aus einer Faust unter dem Kinn herausragt.

  • allen befohlen, fünf Mal pro Tag die Moscheen zum Gebet aufzusuchen.

  • allen Sportzuschauern befohlen, beim Anfeuern "Allah-o-Akbar" (Gott ist groß) zu rufen und mit Händeklatschen zu begleiten.

  • bestimmte Spiele, unter anderen Drachensteigen, verboten, die von den Taliban als "unislamisch" verrufen sind.

  • Jede/r, die/der im Besitz von verbotener Literatur ist, wird exekutiert.

  • Jede/r, die/der vom Islam zu einer anderen Religion übertritt, wird exekutiert.

  • Alle männlichen Studenten müssen einen Turban tragen. Sie sagen, "Kein Turban, keine Bildung".

  • Nichtmuslimische Minderheiten müssen sich einen gelben Stoffflecken an die Kleidung heften, um sich von der muslimischen Mehrheit zu unterscheiden. Genauso, wie es die Nazis mit den Juden gemacht haben. (red)

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