Sahara Hotnights: Frauenpower aus Schweden

17. Oktober 2002, 14:38
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Sahara Hotnights live und im Interview mit dieStandard

Und ob es sie gibt: Junge Frauenbands, die keine Berührungsängste mit harten Gitarrenriffs und dem Begriff Feminismus haben. Sahara Hotnights, die Rock-Nachwuchshoffnung aus Schweden, touren gerade mit ihrem zweiten Album "Jennie Bomb" (BMG Ariola) durch Europa und überzeugen dabei live. Mit dieStandard.at sprachen die Musikerinnen über ihre Musik, den Stempel "Girlgroup" und Feminismus.


Johanna Asplund (18, Bassgitarre), Maria Andersson (18, Sängerin, Gitarre), Jennie Asplund (20, Gitarre), Josephine Forsman (18, Drum)


im Videointerview

dieStandard.at:Seit wann macht ihr Musik?

Jennie Asplund: Wir spielen seit 9 Jahren zusammen. Eine lange Zeit wenn man bedenkt wie jung wir sind. Mit Rock begannen wir vor 6 oder 7 Jahren, beeinflußt von der amerikanischen Rock und Grunge-Szene: Nirvana, Pearl Jam und anderen Bands.

Johanna Asplund: Im Juni in diesem Sommer haben wir unser zweites Album "Jennie Bomb" veröffentlicht. Wir waren auf Tour in Schweden und sind nun auf Europa-Tournee und bereits zum 2x in diesem Jahr in Wien.

dieStandard.at: Was ist euch lieber: Die Arbeit im Studio oder Live-Auftritte?

Josephine Forsman: Wir sehen uns als Liveband. Wir genießen diesen Part, das entspricht uns. Wir sind nicht gerne im Studio.


live im flex


live im flex

dieStandard.at: Ihr seid dafür bekannt, euch gegen ein "Girlband-Image" zur Wehr zu setzen.

Maria Andersson: Dieser Focus an uns als "Girlband" ist etwas eigenartig. Als wir zu spielen anfingen, vor ein paar Freunden, machten wir das aus Spaß. Es waren die Medien die sich auf das "Girls" einschossen. Das ist Schrecklich. Ich hoffe dass das bald besser wird.

Johanna Asplund: Und wir hoffen das die Leute wegen unserer Musik zu unseren Konzerten kommen und nicht um 4 Mädchen zu sehen die Gitarre und Schlagzeug spielen.

dieStandard.at: Also ist auch Feminismus ein wichtiges Thema für euch?

Maria Andersson: Natürlich sind wir eine feministische Band. Das ist "common-sense".

Josephine Forsman: Und wir sind natürlich Teil der Rock-Szene.

Jennie Asplund: Teile der Texte von Maria sind sehr wohl als feministische Lyrics zu lesen. Aber wir spielen nicht nur um zu beweisen, dass wir auch als Mädchen so gut wie andere Bands spielen können. Wir spielen vor allem weil es Spaß ist. Wenn wir was zu sagen haben/oder wollen dann ist es ein guter Weg dies über Lyrics zu machen. (d_an)

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