Humor ja, Scherze nein

30. September 2001, 19:16
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Neues von Donald Baechler in der Galerie Steineck in Wien

Die Galerie Steineck zeigt neue Arbeiten von Donald Baechler. Mitte der 80er-Jahre begann er in Tony Shafrazis New Yorker Galerie Malereien auszustellen. Shafrazi, das hieß Keith Haring und Kenny Sharf: also Graffity. Und Shafrazi hieß auch Fun. Francis Bacons Nachlass sollte erst kürzlich in die mittlerweile schwer etablierte Galerie wandern.

Baechlers Arbeit hatte im traditionellen Sinn tatsächlich mit Malerei zu tun: Cy Twombly schätzt er, Giotto und auch Rauschenberg. Und er hat ein riesiges Arsenal an Charakteren, eine Sammlung von Dias, seine persönliche Ressource abseits der Kunstgeschichte. Und dann lernte er noch Dokupil kennen und Walter Dahn und sah sich mit Deutschland konfrontiert, mit den 80er-Übervätern Sigmar Polke, Gerhard Richter und Georg Baselitz. Und Donald Baechler blieb dabei, Charaktere und Motive aus seinem Archiv ins Bild zu setzen, zu übermalen, weiterzuentwickeln.

Jetzt hängen seine Arbeiten in allen relevanten Sammlungen: dem Whitney Museum of American Art, dem Museum of Modern Art und dem Guggenheim Museum in New York, dem Museum of Fine Arts in Boston, dem Stedelijk Museum in Amsterdam und dem Centre George Pompidou in Paris. Und: "There was a point in the sixties when it appeared that we had won the art history wars in 20th century art. We wrestled the championship away from France, and nobody expected that the ground would shift so soon."
(DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1. 10. 2001)

 Von
 Markus
 Mittringer




Galerie Steineck,
Wien 1.,
Himmelpfortgasse 22,
512 87 59,
Di-Fr 11-18 Uhr,
Sa 11-16.
Bis 9. 11.
  • Artikelbild
    foto: galerie
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