Saab-Unfall in Schweden- Ursache war Materialfehler in Cockpitscheibe

27. September 2001, 19:30
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Maschinen müssen noch weitere zwölf Jahre durchhalten

Wien - Nach dem Zwischenfall, bei dem am Dienstag eine Saab 105 des Bundesheeres in Schweden in 7.000 Meter die Kanzelabdeckung verloren hat, soll die Ursache gefunden sein, schreibt der "Kurier" in seiner Freitag-Ausgabe. Alles deute auf einen Produktionsfehler der neu verglasten Maschine hin, habe das Verteidigungsministerium erklärt.

An der Sicherheit der 29 noch im Einsatz befindlichen Maschinen werde nicht gezweifelt, heißt es in dem Artikel. Aus Fliegerkreisen seien schon Befürchtungen laut geworden, die 33 Jahre alten Jets seien nicht mehr betriebssicher.

Laut "Kurier" habe eine Überprüfung ergeben, dass der Kabinenrahmen noch vorhanden ist. Nur das Glas hatte sich gelöst. Seit Ende der neunziger Jahre werden die Cockpitscheiben regelmäßig auf Risse untersucht. Auf Grund der Ergebnisse wurden 1998 vier Maschinen beim Hersteller Saab neu verglast. Darunter auch jene, die nun zum "Cabrio-Flieger" wurde.

Flotte soll laut Bundesheer weiterfliegen

Die betroffenen Maschinen wurden vorerst außer Dienst gestellt, der Rest der Flotte soll laut Bundesheer weiterfliegen. "Die Saab 105 ist nach wie vor ein ausgezeichneter Düsentrainer, mit sehr hohem Ausbildungsniveau bis hin zum Luftkampftraining", erklärte Brigadier Erich Wolf von der Luftabteilung in dem Artikel. Nicht nur für Ausbildung, auch als "Sparringpartner" für den Draken sei die Saab 105 gut verwendbar.

Maschinen müssen noch weitere zwölf Jahre durchhalten

Bis zum Jahr 2012 sollen die Jets noch im Einsatz sein, so der "Kurier". Als unbewaffnetes Identifizierungsflugzeug in Zeiten ohne konkrete Feindbedrohung werde sie bis zur Auslieferung der Draken-Nachfolger Österreichs Lufthoheit kontrollieren. (APA)

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