Lärmschutz entlang der Bahnlinien zeigt Wirkung

27. September 2001, 18:15
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Wände die sich für die Bevökerung bezahlt machen

Linz - Der Lärmschutz entlang von Bahnlinien zeigt Wirkung. Dies ergab eine Studie, deren erste Erkenntnisse am Donnerstag von Bundesministerin Monika Forstinger und Oberösterreichs Umweltlandesrätin Ursula Haubner (F) in Linz vorgestellt wurden.

Die Millionen teuren Lärmschutzmaßnahmen wirken und werden von der Bevölkerung akzeptiert. Das sei, auf den Punkt gebracht, die wesentlichste Aussage der Studie, so Forstinger.

80 Prozent halten die Lärmschutzmaßnahmen für wichtig. Über 54 Prozent sagten, dass die Maßnahmen Verbesserungen gebracht haben. 36 Prozent allerdings glauben, das sich nichts verändert hat. Für die Politik jedenfalls ein Ergebnis, das die Ausgaben für Lärmschutzwände und Lärmschutzfenster rechtfertigt.

Das Geld dafür sei jedenfalls vom Bund her gesichert, sagte Forstinger: Insgesamt seien derzeit 2,8 Mrd. S (203 Mill. Euro) für den Lärmschutz entlang der Bahnstrecken reserviert. Gleichzeitig kündigte die Ministerin an, Froschungsprojekte für einen leiseren Bahnverkehr im so genannten Eisenbahncluster zu forcieren.

Gemeinden haben 25 Prozent der Gesamtkosten zu tragen

Auch Umweltlandesrätin Ursula Haubner versicherte, dass ihr Ressort jährlich 22 Mill. S für Lärmschutzmaßnahmen bei Bahnstrecken reserviert habe. Die Entscheidung, wo und wie schnell gebaut wird, hänge dabei allerdings ganz wesentlich von den Gemeinden ab, die 25 Prozent der Gesamtkosten zu tragen hätten.

In Oberösterreich sind laut Angaben der Bundesbahn in den vergangenen drei Jahren rund 40 Kilometer Lärmschutzwände in acht Gemeinden so gut wie fertig gestellt worden. 16 weitere Gemeinden haben bereits Bauverträge abgeschlossen. Die Vorbereitungen sind bereits voll im Laufen. (APA)

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