Der Mensch, ganzheitlich gesehen

27. September 2001, 13:10
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Symposium über ayurvedische, tibetische und antroposophisch erweiterte Medizin

Wien - Das 2. Symposium über Ganzheitsmedizin in der Zukunft beleuchtet am kommenden Freitag und Samstag ayurvedische, tibetische und antroposophisch erweiterte Medizin, Schwerpunkt der Tagung sind energetische Phänomene und Therapien. Die Themen des 1. Zukunftssymposiums der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin im November 2000 wurden nun in Buchform veröffentlicht. Präsentiert wurde der Bericht am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien.

Im Juli vergangenen Jahres ist die Akademie von Oberlaa in das Sozialmedizinische Zentrum Baumgartner Höhe übersiedelt. "Der Umzug war Anlass zur Frage: Was war in den letzten zehn Jahren und was wird in Zukunft sein?", so Univ.-Prof. Alois Stacher, der "österreichische Pionier der Ganzheitsmedizin".

Tagungen

So beschloss man, künftig jedes Jahr eine Tagung zu einem Themenkreis der Ganzheitsmedizin zu veranstalten und ein möglichst vollständiges Gesamtbild zu erarbeiten. Im November 2000 fand das erste Symposium statt, dessen Ergebnisse nun auch in Buchform zusammengefasst wurden. Der Bericht "Ganzheitsmedizin in der Zukunft" setzt sich mit den philosophischen Grundlagen der Ganzheitsmedizin auseinander und geht besonders auf die Themen Ethnomedizin, Psychiatrie, Homöopathie, traditionelle chinesische Medizin, Neuraltherapie und Chronobiologie ein.

Das zweite Symposium, das am Freitag und Samstag im Sozialmedizinischen Zentrum auf der Baumgartner Höhe abgehalten wird, geht den Prinzipien fernöstlicher Heilmethoden auf den Grund und befasst sich speziell mit Grundlagen und Praxis energetischer Phänomene und Therapien, wie etwa Bioresonanz, Kinesiologie, Laser- oder Magnetfeldtherapie. Univ.-Doz. Otto Bergsmann, langjähriger Spezialist für physikalische Methoden, referiert über Ankopplungsphänomene (Energietransfer).

Die Wiener Ganzheitsmedizinspezialisten - allesamt ausgebildete Schulmediziner mit Interesse für komplementärmedizinische Methoden - legen Wert auf die richtige Definition der Ganzheitsmedizin. "Es gibt keine Diskrepanz zwischen Schul- und Ganzheitsmedizin. Die Ganzheitsmedizin ist kein Fachgebiet sondern der Überbegriff, Schulmedizin ist ein Teil davon", betont Stacher. Oder wie Univ.-Prof. Herbert Pietschmann vom Institut für theoretische Physik der Universität Wien und einer der Autoren des Buches formuliert: "Das Ziel ist die Harmonie aller Methoden, aber nicht als statische Lösung, sondern unter dauernder Vorsicht, um nicht in die Borniertheit der Ablehnung alles Unbekannten einerseits, oder in die Leichtgläubigkeit des 'Alles ist erlaubt' zurückzufallen." (APA)

2. Symposium über Ganzheitsmedizin in der Zukunft:

28. und 29. September 2001, Psychiatrisches Zentrum, Otto-Wagner-Spital, Theatergebäude, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien.

Freitag ab 14 Uhr, Samstag ab 9 Uhr.

Anmeldung unter Tel. 01/6887507.

Buch: A. Stacher/W. Marktl (Hg.): Ganzheitsmedizin in der Zukunft. Bericht des 1. Zukunftssymposiums der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin. Facultas-Verlag, Wien 2001
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