Schweden: Ursache für Zwischenfall bei österreichischer Saab noch unklar

26. September 2001, 15:43
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Maschinen -Kanzel zersplitterte in 7.000 Metern Höhe

Wien - Die Ursache des Zwischenfalls mit einem österreichischen Saab 105-Jet am Dienstag, in Schweden ist weiter unklar.

Bei der mit drei Soldaten besetzten Maschine war in 7.000 Metern Höhe die Kanzel zersplittert, die Abdeckung des Cockpits ging verloren. Ein Techniker erlitt leichte Verletzungen durch Splitter. Cockpit-Abdeckungen dieser Bauart gibt es auch bei drei weiteren weiteren Saab 105. Diese werden vorerst nicht aufsteigen.

Eisbrocken seien als Verursacher nicht auszuschließen

Herbert Kullnig, Sprecher des Verteidigungsministeriums, berichtete, dass eine Untersuchungskommission eingesetzt worden sei. Wie lange diese für ihre Arbeit benötigen werde, stehe noch nicht fest. Neben Materialermüdung sei auch ein Eisbrocken als Verursacher des Zwischenfalls nicht auszuschließen. Sobald die Ursache feststeht, werde die weitere Vorgangsweise bezüglich der anderen Maschinen mit gleicher Cockpitabdeckung entschieden.

29 Saab sind in Österreich noch in Einsatz

Saab 105-Jets sind in Österreich seit Ende der sechziger Jahre im Einsatz. 29 von ursprünglich 40 Stück stehen noch in Verwendung, teils als Schulflugzeug mit Standort Linz-Hörsching, aber auch in der Luftraumüberwachung. Insgesamt 67 Mal sind in den vergangenen fünf Jahren Flugzeuge des Bundesheeres aufgestiegen, um unbekannte Flugzeuge im österreichischen Luftraum zu identifizieren. An 37 derartigen Einsätze waren Unterschall-Jets Saab 105 beteiligt. In einer viersitzigen Version dient der Jet auch dem Personentransport. Die Planungen des Verteidigungsministeriums sehen vor, dass die Maschinen noch rund zehn Jahre - also länger als die Draken - fliegen sollen.(APA)

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