Die Miniatur-Sonne aus dem Labor

23. September 2001, 20:17
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US-Forscher wollen für eine Milliardstel Sekunde mehr Energie erzeugen, als die ganze Welt im gleichen Zeitraum verbraucht

Hamburg - Mit Licht wollen Wissenschafter östlich von San Francisco in einem Laserpuls von einer Milliardstel Sekunde mehr Energie erzeugen, als die ganze Welt im gleichen Zeitraum verbraucht. Wie "National Geographic Deutschland" in seiner neuen Ausgabe berichtet, soll im Labor eine Art Miniatursonne erzeugt werden.

In einer 500.000 Kilogramm schweren Auffangkammer mit einem Durchmesser von neun Metern wollen die Experten der National Ignition Facility (NIF) dem Bericht nach 192 Laserstrahlen auf ein mit Gas gefülltes Kügelchen schießen. Durch den Druck der Laserstrahlen auf diese winzige Fläche sollen die Gase in dem Kügelchen verschmelzen, so dass eine Kernfusion entsteht. Dabei wird eine ungeheure Energiemenge freigesetzt. Diese Energiemenge ist so groß, weil sich Licht extrem komprimieren lässt. Eine Kernfusion sei bisher noch niemandem gelungen, berichtet "National Geographic".

Den Technikern stehen danach umgerechnet fast 51 Milliarden Schilling für das Projekt zur Verfügung. Auf lange Sicht solle damit eine Energiequelle angezapft werden, die unerschöpflich und billig, aber auch umweltfreundlich ist. (APA/dpa)

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