Die Bibliothek der Zukunft.

23. September 2001, 09:45
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Dieter E. Zimmer zur Zukunft von Text und Schrift in Zeiten des Internet.

Wird es so kommen? Stirbt im Zeitalter der Digitalisierung die Bibliothek als steinernes Depositorium von Büchern aus? Seit Gutenberg vollzieht sich eine ständige Veränderung in der Schriftkultur, und nun ist alles überhaupt ganz anders - nämölich: digital.

Eine derartige Umwälzung bringt Probleme und Verunsicherung mit sich. Doch auch heute liest niemand einen sehr langen Text am Bildschirm und druckt sich Hunderte Seiten aus, meint der Autor. Trotzdem: Digitalität ist gut und wichtig, denn die Masse an Geschriebenem wächst zu rapide an, und so ist es gut, dass zum Beispiel die Wissenschaft nicht in ihrer eigenen Produktivität ersticken muss, da sie einen Teil des Geschriebenen in die digital-elekrtonische Form überführt. Auch eröffnet das Web eine Reihe von gestalterischen Möglichkeiten als Multimedia, wie u.a. die "Internetliteratur" - eine speziell fürs www geschriebene Literatur, zum Unterschied von der Literatur im Internet.

Der Autor hat sein Buch bewusst als Buch auf den Markt gebracht - weil eben die elektronische Publikation aus vielen gründen keine wirkliche Alternative zum Buch aus Papier darstellt. Der spannenden Hightech-Information ist ein annotierter Link-Katalog angeschlossen. (M.B. Paukner)

Dieter E. Zimmer
Die Bibliothek der Zukunft
Text und Schrift in Zeiten des Internet.
Ullstein Verlag
393 S./ca. öS 140,-/ EUR 9,95
ISBN 3548362834

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