Dinkhauser nun doch von Notwendigkeit der Urabstimmung überzeugt

20. September 2001, 13:44
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Tiroler AK-Präsident: Es brauche "nicht nur eine Urabstimmung sondern auch einen Urknall"

Innsbruck - In Tirol laufen die Vorbereitungen zur ÖGB-Urabstimmung, die österreichweit vom 24. September bis 15. Oktober abgehalten wird, "auf Hochtouren", erklärte der Tiroler ÖGB-Vorsitzende Franz Reiter am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Innsbruck. Auch der Tiroler AK-Präsident Fritz Dinkhauser macht nun zur Abstimmung mobil, obwohl er noch Ende August betont hatte, diese sei "nötig wie ein Kropf".

Es gehe nicht um die "Einzelfragen" des Stimmzettels, sondern um das "Grundbekenntnis" zum ÖGB", sagte Dinkhauser. Für ihn sei daher die "Teilnahme das Wesentliche". "Wenn es um die Zukunft einer Einrichtung geht, muss man sich dazu bekennen". "Tiroler wehrt euch!", forderte der AK-Präsident. Und weiter: "Wir dürfen uns nicht alles wegnehmen lassen!" Fest stehe aber auch, dass der ÖGB noch "einiges dazuzulernen" habe, dies hätten die Entwicklungen innerhalb der Telekom deutlich gezeigt. Daher brauche es innerhalb des ÖGB "nicht nur eine Urabstimmung, sondern auch einen Urknall", sagte Dinkhauser.

Appell an die Gewerkschaftsmitglieder

Reiter appellierte an alle 71.000 Tiroler ÖGB-Mitglieder, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen, da es um die "Sicherheit der Arbeitnehmer" gehe. "Die Arbeitnehmer bewegen sich in einem sozialen Gegenstrom", von dem unter anderem auch die Pensionisten betroffen seien. Dies sei etwa bei den Krankenkassen und der Sozialversicherung zu spüren, stellte der ÖGB-Vorsitzende fest. Daher müssten die "Verantwortlichen wieder zum Verhandlungstisch zurückgehen", betonte Reiter.

Zur "Durchsetzung" der ÖGB-Forderungen schloss Reiter "situationsbezogene andere Maßnahmen" nicht aus. Auch die Abhaltung von Streiks sei "ein Mittel". Vorerst nicht festlegen wollte sich Reiter hinsichtlich der "prozentuellen Erwartungen" der Beteiligung. (APA)

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