Deutsche Rektoren wenden sich gegen stärkere Kontrolle ausländischer Studenten

15. September 2001, 21:12
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An den Hochschulen müsse es ein Klima der Offenheit und Dialogbereitschaft geben

Saarbrücken - Die deutsche Hochschulrektorenkonferenz hat sich gegen stärkere Kontrollen ausländischer Studierender durch die Universitäten ausgesprochen. An den Hochschulen müsse es ein Klima der Offenheit und Dialogbereitschaft geben, sagte die Vizepräsidentin der Konferenz, Margret Wintermantel, am Samstag im Saarländischen Rundfunk: "Wir sollten uns auch um Leute kümmern, bei denen wir erkennen, dass sie vielleicht nicht mit unseren Werten übereinstimmen, und mit ihnen sprechen."

Dass zwei der mutmaßlichen Selbstmordattentäter an der Technischen Universität Hamburg-Harburg eingeschrieben gewesen seien, habe sie sehr erschreckt. "Denn auf der einen Seite wollen wir ja Studierende aus dem Ausland an unseren Universitäten haben, und wir pflegen diese Beziehungen", sagte Wintermantel. Wenn jemand aus dem Ausland in Deutschland studieren wolle, so prüfe die Hochschule die akademische Berechtigung. (APA/AP)

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