Friedlicher Nachfolger des römischen Streitwagens auf Österreichs Straßen

16. September 2001, 20:35
posten

Neues Elektrodreirad als Transportmittel

Wien - Ein dem Römischen Streitwagen der Antike nachempfundenes Elektrodreirad soll nach Angaben seines Herstellers sämtliche kleine Transportwege rasch, leise und umwelfreundlich erledigen können. Der in Brescia entwickelte Bigá wird schon seit einiger Zeit in Italien und einigen europäischen Ländern eingesetzt und feiert auf der parallel zur Ifabo 2001 stattfindenden Logistikmesse log.net seine offizielle Österreich-Premiere.

"Der Biga ist jetzt auch für den österreichischen Straßenverkehr zugelassen. Derzeit testen gerade Briefträger der Post in Salzburg die ersten Wagen", erläuterte Othmar Leitner, Generalimporteur für Österreich. Das Elektrodreirad sei für unterschiedlichste logistische Aufgaben einsetzbar, die Palette reiche vom Transportmittel im Betriebsgelände, über Wartungs- und Überwachungsarbeiten bis zum Freizeitbereich wie z.B. als umweltfreundliche Alternative in Tourismusregionen oder als Golfwagen. "Die Steuerung des Wagens ist in einer halben Stunde erlernt, Führerschein ist keiner erforderlich", so Leitner, der vor allem im öffentlichen Bereich und bei Gemeinden großes Interesse ortet.

Mit dem 140 x 85 x 120 cm großen Biga kann ca. fünf Stunden gefahren werden, was einer Strecke von rund 80 km entspricht. Die Stromversorgung erfolgt über zwei 12 Volt-Bleiakkumulatoren. Ist der Akku leer, kann er über eine herkömmliche 220 V Steckdose in etwa acht Stunden wieder voll aufgeladen werden. Die Höchstgeschwindigkeit des eleganten Vehikels beträgt 16 km/h, bis zu zwölf Prozent Steigung können bewältigt werden. Insgesamt stehen – je nach Anwendungsgebiet - acht Modelle zur Auswahl. (pte)

  • Artikelbild
    foto: biga
Share if you care.