Schweizer Gewerkschaft hat genug von Steuerpolitik für die Reichen

13. September 2001, 13:14
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SGB gegen Steuerpaket und für Kapitalgewinnsteuer

Bern - Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat genug von einer "Steuerpolitik für die Reichen". Er hat am Donnerstag dem Steuerpaket den Kampf angesagt und gleichzeitig die Werbetrommel für seine Kapitalgewinnsteuer-Initiative gerührt.

Das diese Session im Nationalrat behandelte Steuerpaket ziele "um 180Grad in die verkehrte Richtung", sagte SGB-Präsident Paul Rechtsteiner vor den Medien in Bern. Eine solche Steuerpolitik, die sich an den Interessen der Reichen orientiere, sei unverantwortlich und bedrohe die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Laut SGB bringt die neue Familienbesteuerung eine einseitige Entlastung hoher und höchster Einkommen. Gleichzeitig blieben sogar Arbeitseinkünfte im Armutsbereich steuerpflichtig. Obwohl die Unternehmenssteuern im OECD-Vergleich "idyllisch" seien, schlage man eine weitere Senkung vor. Die ohnehin schon privilegierten Hauseigentümer würden erneut begünstigt. (APA/sda)

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