Der kleine, feine Rest

12. September 2001, 16:15
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Den tiefgreifenden Restrukturierungs-
maßnahmen
des Schweizer Managements sind auch das bekannte Doppel-E-Logo sowie der bekannte Slogan "Die Architekten der Zeit" in Werbeauftritten zum Opfer gefallen. Noch einschneidender waren die Aufräumarbeiten bei der Kollektion, welche vor dem Eintritt Brochards rund 2700 Referenzen umfasste. Nicht weniger als 2500 davon strich er radikal aus den Katalogen. U.a. wurden die Linien "Voyager" und "Discovery" gänzlich eliminiert.

Der kleine aber feine Rest:exakt 205 Referenzen, davon rund 120 neu. Sie verteilen sich auf die vier Ebel-Bestseller "E-Type", "Beluga", "1911" und schließlich "Classic Wave", die 2001 auf die eingangs erwähnte Historie zurückblicken kann. Man schrieb das Jahr 1977, als Pierre-Alain Blum, Enkel der Ebel-Gründer, das Markenprofil durch die Lancierung einer markanten Uhrenlinie spürbar schärfte. Bis dahin hatte das Familienunternehmen seine Umsätze zu einem großen Teil durch Private-Label-Produktion erwirtschaftet, d.h. hochwertige Uhren produziert, deren Zifferblätter zum Teil sehr klangvolle Namen zierten.

Diese Abhängigkeit passte nicht in Blums Konzept, weshalb der Uhrendesigner Eddy Schoepfer eine unverkennbare "Ebel" kreieren durfte, die unter dem Namen "Sport Classique" nicht nur Schlagzeilen, sondern auch die Firma zu einer beachtlichen Größe im internationalen Luxusuhrensegment machte. Die untrüglichen Erkennungsmerkmale des "Leaders": fließender Übergang vom so genannten Wellenband zum Gehäuse, Arretierung des Glasrands mit Hilfe von fünf Goldschrauben und elektronisches Quarzwerk. Hinzu kam als signifikantes Qualitätsmerkmal ein hundertprozentiges "Swiss Made", welches bis heute zu den Maximen der Uhrenmarke gehört.

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