Neuer Norton AntiVirus checkt auch ausgehende E-Mails

11. September 2001, 10:52
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Enge Integration mit Betriebssystem - Unterstützung für Windows XP

Im Wettrennen zwischen Viren-Entwicklern und Virenschutzprogrammen hat Marktführer Symantec wieder einen kleinen Vorsprung herausgeholt: Das neue Norton AntiVirus 2002 prüft auch ausgehende E-Mails auf bösartigen Code und unterbricht damit die Verbreitung der so genannten Würmer. Damit der Anwender sich nicht selbst dauernd um den Virenschutz kümmern muss, ist die Software noch enger mit dem Betriebssystem verzahnt worden. Unterstützt wird auch das Ende Oktober erscheinende Windows XP.

Die Gefahr

"Hi: Check This!" lockte eine E-Mail, die im Februar dieses Jahres auf zahllosen Computern in der ganzen Welt auftauchte und dessen Dateianhang "AnnaKournikova.jpg.vbs" ein Foto der populären Tennisspielerin vorgaukelte. Doch statt der Sportlerin startete ein Doppelklick auf die Datei eine Befehlskette, mit der das Adressbuch des E-Mail-Programms Outlook gelesen und identische E-Mails an alle dort vorgefundenen Adressen verschickt werden. Die ungewohnte Last ließ die Mail-Server von Unternehmen einbrechen und demonstrierte erneut die Zerbrechlichkeit der zum Alltag gewordenen elektronischen Kommunikationsnetze.

Reichlich Gefahren

"AnnaKournikova" ist einer von aktuell 53.437 Viren, die in der Datenbank von Norton AntiVirus registriert sind und Alarm auslösen. Neu ist, dass die Schutzsoftware nicht nur eingehende E-Mails auf möglicherweise schädliche Inhalte überprüft, sondern auch den Versand von E-Mails. Die Nutzer der Software haben damit zwar keine hundertprozentige Garantie, aber doch einen gewissen Schutz, dass sie ihren E-Mail-Partnern nicht versehentlich schädlichen Code in die Mailbox schicken.

Umleitung der Mails

Die Überprüfung erfolgt ganz unauffällig im Hintergrund, indem kurzerhand der Server für den Postverkehr auf "pop3.norton.antivirus" umgeleitet wird. Dies funktioniert mit den E-Mail-Programmen Outlook, Netscape Messenger, Eudora und dem Mail-Client von T-Online - nicht unterstützt wird der E-Mail-Empfang nach dem IMAP-Protokoll oder bei AOL.

Neue Oberfläche

Die Funktionen der Schutzsoftware sind übersichtlich in einer neuen Oberfläche zusammengefasst und können jetzt auch aus dem Windows-Explorer heraus aufgerufen werden. Rettungsdisketten und die bootfähige CD bieten zusätzliche Unterstützung, wenn das Betriebssystem aus welchem Grund auch immer instabil geworden ist.

Verfügbarkeit

Norton AntiVirus bietet seine Dienste jetzt unter allen Windows-Varianten zwischen Windows 95 und dem derzeit erst in Testversionen verfügbaren Windows XP an. Erforderlich sind 50 MB auf der Festplatte und mindestens 32 MB Arbeitsspeicher. Das Software-Paket kosten im Fach- oder Direkthandel 49,95 (687,33 Schilling), das Update von einer Älteren Version gibt es für 34,95 Euro (480,92 Schilling). (Von Peter Zschunke/AP)

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