Wiener Börse: ATX startet schwächer - OMV schwächer

7. März 2002, 10:41
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Wien - Die Wiener Börse zeigte sich am Donnerstag im frühen Handel bei geringem Anfangsvolumen mit schwächerer Tendenz. Nach Ablauf der meisten Eröffnungsauktionen errechnet sich der ATX um 9:50 Uhr MEZ mit 1.226,51 Punkten nach 1.228,91 Einheiten am Mittwoch, das ist ein Minus von 2,4 Punkten bzw. 0,20 Prozent.

Der ATX Prime notierte bei 634,96 Zählern und damit um 0,16 Prozent oder 1,03 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 14 Titel mit höheren Kursen, sechs mit tieferen und sechs unverändert; in 14 Werten liegen bisher noch keine Kurse vor. Bis 9:45 Uhr wurden im prime market insgesamt 46.749 (Vortag:90.651) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 3,33 (4,06) Mill. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

"Die Umsätze sind noch nicht aussagekräftig"

So lautete der Grundtenor in den Handelsräumen. Trotz der OMV-Ergebnisse konnte der Wiener Aktienmarkt "noch nicht richtig in Schwung kommen". So konnte bis dato in keinem Titel ein Umsatz von mehr als 10.000 Stück verzeichnen. "Der Wiener Aktienmarkt wird in Aufschwungphasen an den internationalen Märkten gemieden", erklärte ein Marktteilnehmer das mangelnde Kundeninteresse.

Die OMV sei gemessen an der Nachrichtenlage das Highlight des heutigen Tages, so ein Händler. Die Papiere gaben nach der Präsentation der Jahresergebnisse 2001 um 0,99 Prozent auf 100,50 Euro nach (7.511 Stück in Einfachzählung). Das neuerliche Rekordergebnis bezeichneten Händler als etwas schwächer als erwartet, jedoch "insgesamt ganz gut". Man rechne mit keiner größeren Korrektur nach unten. Langfristig seien die Titel ein "eindeutiger Kauf", so die Händler.

Jenbacher freundlich

Jenbacher zeigten sich hingegen von ihrer freundlichen Seite. Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) hatten die Titel mit "Speculative Buy" eingestuft und das Kursziel von 20 auf 23 Euro revidiert. Die Aktien stiegen um 0,27 Prozent auf 14,99 Euro. Gehandelt wurden jedoch lediglich 720 Aktien, was Händler darauf schließen lässt, dass die Analyse "zumindest bis jetzt ein Non-Event war".

Ein Plus konnten auch voestalpine verbuchen. Die Aktien mussten am Vortag deutliche Abschläge hinnehmen, nachdem US-Präsident Bush Zölle für importierte Stahlzölle angekündigt hatte. voestalpine legten im Frühhandel 1,42 Prozent auf 32,05 Euro zu (4.803 Stück). Belastet wurde der ATX hingegen von Erste Bank und Verbund, die mit einem Minus von 0,91 Prozent auf 65,0 Euro bzw. 0,40 Prozent auf 87,10 Euro notierten. (APA)

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