Zivilprozess um Martin Wabls Behauptungen im Fall Natascha

5. Oktober 2006, 15:48
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Ex-Grüner warf Nataschas Mutter Beteiligung am Verschwinden des Kindes vor

Graz - Gegenstand eines zivilgerichtlichen Verfahrens vor dem Bezirksgericht Fürstenfeld waren am Montag Behauptungen des früheren Grüne-Mandatars und Richter Martin Wabl im Zusammenhang mit dem Fall Natascha Kampusch. Die Eltern des seit März 1998 abgängigen Kindes hatten den Oststeirer auf Unterlassung und Widerruf geklagt, weil dieser sie bezichtigt hatte, mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun zu haben. Das Urteil ergeht schriftlich.

Beteiligung der Mutter

Wabl hatte als damaliger Bewerber um eine Präsidentschaftskandidatur in dem Fall auf eigene Faust in Wien Ermittlungen angestellt und war dabei auch vorübergehend festgenommen worden. Wabl kam in seinen "Recherchen" zum Schluss, Nataschas Mutter dürfte mit dem Verschwinden der damals Zehnjährigen zu tun haben: Diese in der Öffentlichkeit gemachten Anschuldigungen waren nun von den Eltern geklagt worden.

Zeuge Max Friedrich

Neben dem Beklagten und den Eltern war auch der wurde in Fürstenfeld auch der Wiener Kinderpsychologe Max Friedrich in den Zeugenstand gerufen. Er hatte ein Gutachten in der Causa erstellt. Wabl selbst war und ist überzeugt, dass Natascha noch lebt und versteckt wird. Er will weiter Alles daran setzen, damit der Fall aufgeklärt wird. (APA)

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