US-Wettbewerbsbehörde genehmigt Texaco-Kauf durch Chevron

7. September 2001, 21:59
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EU-Kommission hat Öl-Zusammenschluss bereits gebilligt

Washington - Die US-Kartellwächter haben grünes Licht für den Kauf des amerikanischen Ölkonzerns Texaco durch den Konkurrenten Chevron für 45,8 Milliarden Dollar (51,2 Mrd. Euro/704 Mrd. S) gegeben. Die Wettbewerbsbehörde FTC (Federal Trade Commission) sprach sich am Freitag einstimmig für die Genehmigung aus, teilte die Kommission in Washington mit. Die Unternehmen hätten sich zum Abstoß bedeutenden Geschäftsteile bereit erklärt, um Kartellbedenken auszuräumen. Die Europäische Kommission hatte den Chevron-Texaco-Zusammenschluss bereits im März gebilligt.

Chevron Corp. wird mit der Übernahme der Texaco Inc. zur fünftgrößten Mineralölgesellschaft der Welt. Das Unternehmen aus San Francisco hatte die Kaufabsicht im Oktober 2000 angekündigt. Chevron verbuchte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 48 Milliarden Dollar, Texaco machte 51 Milliarden Dollar Umsatz. Das Unternehmen soll in ChevronTexaco Corp. umbenannt werden.

"Unsere Vorbereitungen seit der Ankündigung der Übernahme laufen bestens. Sobald die Aktionäre zugestimmt haben, werden wir bereit sein, als ein Unternehmen zu fungieren", sagte Chevron-Chef David O'Reilly, der auch dem fusionierten Unternehmen vorstehen wird. Das Aktionärstreffen ist am 9. Oktober.

Die beiden Unternehmen haben nach Angaben der FTC zugestimmt, Texaco-Beteiligungen an zwei Gemeinschaftsoperationen mit der Royal Dutch/Shell Group und der Saudia Arabian Oil Co. im Vermarktungs- und Raffinerie-Bereich zu verkaufen. Abgestoßen werden müssen auch Texaco-Beteiligungen an einem Pipeline-Projekt im Golf von Mexiko und Beteiligungen an Flugbetrieben in 14 US-Staaten. (APA/dpa)

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