Die U.S. Army will ihre Geeks zurück

6. September 2001, 16:06
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Auf der jährlichen "InfoWar"-Konferenz forderten amerikanische Generäle die Einstellung von gekündigten Programmierern in der Army

"George, George gib mir meine Legionen zurück!" - In Anlehnung an den überlieferten römischen Spruch forderten hohe amerikanische Generäle von ihrem Präsidenten George W. Bush Jr. ein Programm zur Stärkung der U.S.Army. Auf der jährlichen "InfoWar"-Konferenz sprachen sich die Armeeangehörigen für eine schnelle Einstellung von, aus der Privatwirtschaft, entlassenen Programmierern, Netzwerktechnikern und System-Administratoren in der amerikanischen Armee aus.

"Kehrt zurück zu Uncle Sam!"

In einem Appell an die Techniker sagte General Dave Bryan, seines Zeichens Commander der sogenannten Joint Task Force für Netzwerk-Sicherheit: "Wer im Verteidigungsministerium oder der Privatwirtschaft engagiert war und seinen Job verloren hat, soll sich umgehend zur U.S.Army melden. Die Angriffe auf militärische Computer nehmen derzeit gewaltige Ausmaße an, wir müssen unsere Netzwerke vor diesen Eindringlingen schützen können."

Ahnungslose Politiker

Ein ehemaliger Techniker nannte auf der Konferenz die, seiner Meinung nach, wahren Schuldigen am amerikanischen Verteidigungsdilemma: "Ahnungslose Politiker und Techniker, sowie einschränkende Gesetze sind die wahren Probleme", so Chey Cobb, einer der Befürworter von Echelon und Ex-CIA/NSA-Mitarbeiter.

China und Kuba als Gefahrenquellen

Generell sprachen sich die Generäle für einen verstärkten Einsatz von Computertechnologie im Kampf gegen Cyberterroristen aus. Spionage-Satelliten, Abhörprogramme und bessere Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wurden als weitere Lösungsmöglichkeiten angeboten. Die größte Gefahr eines Cyberangriffs geht nach Meinung der Militärs von China und Kuba aus.(red)

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