Keine Eintagsfliege

5. September 2001, 15:19
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"Man darf lachen!" - Applaus für Peter Cattaneos "Lucky Break" in Venedig

Venedig - Als der junge britische Regisseur Peter Cattaneo vor vier Jahren mit "Full Monty" erfolgreich debütierte, hielten das manche für eine Eintagsfliege. Die Geschichte von vier jungen Arbeitslosen, die mangels anderer Einnahmequellen zur Stripper-Gruppe werden, schien ein Glücksgriff zu sein. Jetzt präsentierte der 36-Jährige beim Festival in Venedig mit "Lucky Break" seinen zweiten Film und sorgte für Begeisterung. "Man darf beim Festival sogar lachen?", staunte der Kritiker des "Corriere della Sera" am Mittwoch, "das ist immerhin eine Nachricht wert."

"Lucky Break" ist eine Ausbrecher-Komödie. Jimmy (James Nesbitt) und Rudy (Lennie James) sind Insassen eines britischen Gefängnisses und wollen das nicht mehr lange bleiben: Mit Hilfe der schönen Psychologin Annabel (Olivia Williams) organisieren sie in der ausgedienten Gefängnis-Kapelle ein Musical - natürlich nur als Tarnung, um den Ausbruch vorzubereiten. So richtig in Schwung kommt das Ganze erst, als sich Jimmy und Annabel verlieben.

"Es war nicht gerade einfach, nach einem so unerwarteten Erfolg wie 'Full Monty' eine neue Story zu finden", bekannte Cattaneo, "schließlich will man keinen Fehler begehen." Immerhin konnte er mit einem doppelt so großen Etat arbeiten als bei dem vorherigen Film. "In Hollywood hatten mir die Studios sogar Stars wie Sean Penn versprochen, aber dazu bin ich noch nicht bereit", meinte der Regisseur. In Venedig bekam der Film so viel Beifall wie sonst nur Woody Allens "The Curse of the Jade Scorpion" - beides übrigens Komödien, beide außer Konkurrenz. (APA)

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