Rückgang beim Einkaufsmanager-Index für Euro-Zone im August

4. September 2001, 13:12
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Index Produktion im vierten Monat in Folge unter 50 Punkten

London - Das stark nachlassende Neugeschäft, Personalabbau und die rückläufige Produktion haben im August einer Umfrage zufolge einen erneuten Geschäftsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe der Euro-Zone ausgelöst. Dies signalisiere der Reuters-Einkaufsmanager-Index (EMI), der mit 47,6 (Juli: 47,3) Punkte auf eine Kontraktion hinweise, teilte die Forschungsgruppe NTC in London mit. NTC ermittelt den Index für Reuters anhand einer Umfrage unter Einkaufsmanagern von rund 2.500 Unternehmen in der Währungsunion.

Die befragten Manager führten die Kontraktion vor allem auf die deutlich sinkenden Auftragseingänge zurück. Die Beschäftigung ging im zweiten Monat in Folge zurück, allerdings in geringem Umfang. Der Preisrückgang habe sich im August verstärkt.

Werte über 50 Punkte signalisieren Wachstum

Werte über 50 Punkte signalisieren ein Wachstum, Werte darunter ein Schrumpfen. Das Volumen der Neuaufträge nahm im August den Daten zufolge zum fünften Mal in Folge, allerdings in etwas geringerem Maße als im Vormonat, ab. Außer Griechenland, das zum Vormonat unveränderte Auftragseingänge meldete, hätten alle anderen Länder von einem rückläufigen Neugeschäft aus der Euro-Zone wie auch von Regionen außerhalb der Währungsunion berichtet.

In Reaktion auf weniger Aufträge sei auch die Produktion erneut heruntergefahren worden, hieß es. Der Index Produktion lag mit 48,3 (47,9) Indexzählern im vierten Monat in Folge unter 50 Punkten, erholte sich aber etwas von dem im Juli erreichten tiefsten Stand seit über zweieinhalb Jahren. Analog zum rückläufigen Neugeschäft und dem geringeren Produktionsrückgang lag auch der Beschäftigten-Index NTC zufolge im August unter 50 Zählern und verwies damit auf einen weiteren Personalabbau. Auch hier habe sich die Abnahmerate aber leicht verringert.

Abbau ihrer Lagerbestände wird beschleunigt

Die Industrie beschleunigte der Umfrage zufolge im August den Abbau ihrer Lagerbestände, und zwar mit dem höchsten Tempo seit Beginn der Umfrage vor über vier Jahren. Zugleich hätten sich die Lieferzeiten im Berichtsmonat zum fünften Mal in Folge verkürzt.

Wegen einer geringeren Nachfrage nach Rohstoffen und dem Überangebot einiger Waren seien die Kosten für eingekaufte Materialien im August erneut gesunken. Der Preis-Index deutet mit 45,7 (46,0) Punkten auf einen weiteren Rückgang hin. (APA/Reuters)

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