US-Diplomaten nur zur Beobachtung bei Konferenz

31. August 2001, 22:45
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"Wir sind anwesend, aber wir nehmen nicht teil"

Washington/Durban - Eine US-Delegation hat am ersten Tag der UNO-Konferenz gegen Rassismus die für sie reservierten Plätze eingenommen, ohne sich an den Gesprächen zu beteiligen. "Wir sind anwesend, aber wir nehmen nicht teil", erklärte am Freitag ein Sprecher des US-Außenministeriums in Washington. Die US-Vertreter würden nur dann öffentlich sprechen, wenn Israel-kritische Formulierungen aus den Tagungspapieren gestrichen würden. Sie seien lediglich auf der Konferenz, um Protokoll zu führen.

Einige Formulierungen in dem Programm seien in den Augen der US-Regierung "beleidigend". Bei den US-Vertretern handelte es sich um zwei in Südafrika stationierte Diplomaten sowie einen Beamten des US-Außenministeriums. "Wenn wir nichts erreichen, bringen wir sie früher nach Hause", betonte der Außenamtssprecher. Nur ein Beobachter sollte dann den Platz der USA weiter besetzen, um die Entwicklung der Gespräche zu verfolgen. Eine Entscheidung müsse innerhalb der kommenden 24 Stunden fallen. (APA/AP)

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