Die Verunstaltung der Mona Lisa

31. August 2001, 20:56
posten

Mit Schnauzer oder als Hascherin? - Die "Kitschigste Ausstellung des Jahres" im französischen Cholet präsentiert beide Varianten

Cholet - In der "kitschigsten Ausstellung des Jahres" werden in der westfranzösischen Kleinstadt Cholet Dutzende von Variationen und Persiflagen auf die weltberühmte "Mona Lisa" präsentiert. Bis zum 2. Dezember sind die Malereien, Skulpturen und sonstigen Gegenstände zu sehen, für die Leonardo da Vincis Ölbild als Inspiration gedient hat. "Wir wollen den Besuchern einen möglichsten spielerischen und fröhlichen Zugang zur Kunst eröffnen", sagte Ausstellungsorganisator Alain Katz.

In Anlehnung an die italienische Bezeichnung des Anfang des 16. Jahrhunderts entstandenen Leonardo-Bildes, "La Gioconda", nennt sich die Ausstellung in den drei Museen von Cholet "Giocondissima". Zu den Exponaten in Cholet gehören mehr oder minder getreue Kopien der "Mona Lisa" sowie Variationen, in denen sie durch die ehemalige Geliebte von US-Päsident Bill Clinton, Monica Lewinsky, den französischen Bauernführer Jose Bove oder den ehemaligen chinesischen Kommunistenchef Mao Tse-Tung ersetzt ist.

Aber auch als Schnauzbart-Trägerin und Haschisch-Raucherin ist die "Gioconda" schon verulkt worden. Im Textilmuseum von Cholet sind zahlreiche Alltagsobjekte ausgestellt, auf denen das Bild der Mona Lisa zu sehen ist - darunter Seifen, Zigaretten und Präservative. Die "echte" Mona Lisa wurde nicht nach Cholet gebracht, sondern wird weiter unter strengen Sicherheitsvorkehrungen im Pariser Louvre gezeigt. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.