Spanien: Dialyse-Geräte nach zahlreichen Todesfällen vom Markt genommen

31. August 2001, 20:30
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Berhörden ermitteln

Madrid - Nach dem Tod von zehn Nieren-Patienten in Spanien haben die Gesundheitsbehörden ein Dialyse-Gerät der Firma Baxter bis auf weiteres aus den Krankenhäusern zurückgezogen. Es werde geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Todesfällen und bestimmten Posten des Apparats (Althane A-18) gebe, erklärte das Gesundheitsministerium in Madrid.

Die spanische Filiale des US-Unternehmens habe zuvor mitgeteilt, dass nach der Behandlung offenbar bei zehn Patienten in Valencia und Madrid starke Nebenwirkungen festgestellt worden seien. Das betreffende Gerätemodell sei nur an Krankenhäuser dieser beiden Städte und in Barcelona geliefert worden.

Der Fall hatte die spanischen Behörden aufgeschreckt, nachdem allein am Mittwoch in einer Privatklinik in Valencia drei Nieren-Patienten unmittelbar nach einer Hämodialyse (Blutwäsche) gestorben waren. Die Justiz leitete daraufhin Ermittlungen ein. Die Angehörigen von zwei der Toten zeigten die Klinik wegen ärztlicher Fahrlässigkeit an. Abgesehen von einem möglichen technischen Defekt wird aber nicht ausgeschlossen, dass die Dialyse-Geräte vom Pflegepersonal nicht korrekt bedient wurden oder dass das bei der Blutwäsche benutzte Wasser nicht steril war. (APA/dpa)

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