Salzburg: Chloridbelastung weiter steigend

31. August 2001, 19:31
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Schuld daran ist das Streusalz

Salzburg - Das Grundwasser im Bundesland Salzburg hat durchgehend Trinkwasserqualität. Selbst im Bereich der Flachgauer Gemeinde Wals-Siezenheim, wo es besonders viele intensiv wirtschaftende Gemüselandwirte gibt, sinken die Nitratwerte stetig: so weit die positiven Ergebnisse einer vom Gewässerschutz des Landes zehn Jahre lang durchgeführten Reihenmessung an 169 Messstellen.

"Besorgnis erregend" ist nach Meinung der Gewässerschutzexperten allerdings die in den letzten Jahren feststellbare Zunahme des Chloridgehaltes entlang der Autobahnen und der stark frequentierten Straßen. Einer Belastung, die unmittelbares Resultat des Einsatzes von Streusalz ist, das in den Wintermonaten benutzt wird, um die Straßen eis- und schneefrei zu halten.

Mit Chlorid verunreinigtes Wasser ist nicht nur vom Geschmack her ungenießbar. Das Chlorid kann auch giftige Schwermetalle aus dem Boden lösen, die auf diese Art ins Grund- und Trinkwasser gelangen. Derzeit erreichen die Werte zwar meist nicht mehr als zwei Drittel des erlaubten Schwellenwertes, die Tendenz ist allerdings weiterhin steigend. (neu/DERSTANDARD, Print-Ausgabe, 1.9.2001)

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