Tunnelfahrten: ÖAMTC fordert erhöhte Bereitschaft der Einsatzkräfte

31. August 2001, 17:31
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Sicherheitsabstand kann Gefahren enorm verringern

Wien - Drei schwere Tunnelunfälle innerhalb der vergangenen 24 Stunden und ein überlastetes Hauptverkehrsnetz wegen der Urlauberrückreise nahm der ÖAMTC zum Anlass, die Kraftfahrer zu besonderer Disziplin aufzurufen.

Sicherheitsabstand

In einer Aussendung hieß es nicht das schnelle Heimfahren dürfe im Vordergrund stehen, sondern eine besonnene, defensive Fahrweise. Vor allem in Tunnels müsse der nötige Sicherheitsabstand eingehalten werden.

Erhöhte Bereitschaft der Einsatzkräfte

Vor einröhrigen Tunnels verlangte der Club am bevorstehenden Reisewochenende eine erhöhte Bereitschaft der Einsatzkräfte. Als Grund wurde genannt, dass etwa im Katschbergtunnel der Tauernautobahn (A10) aber auch im Gräbern- und Herzogbergtunnel der Südautobahn (A2) Tunnelbrände wegen unzureichender Belüftungsanlagen nicht beherrschbar wären, so die Experten.

Bei Brand - Zündschlüssel im Wagen lassen und flüchten

Autofahrern riet der ÖAMTC, bei Tunnelfahrten immer das Autoradio auf die Frequenz des Verkehrssenders zu stellen, um rasch Verhaltensinformationen erhalten zu können. Bei Brand sollte der Zündschlüssel unbedingt im Wagen bleiben und sofort die "Flucht" angetreten werden.

Internationaler Austausch

Die Mitarbeit in der Tunnelsicherheitskommission und bei 70 internationalen Tunneltests habe gezeigt, wie mühsam es ist, Berichte über derartige Unfälle zu erhalten, hieß es weiter. Speziell dafür wurde eine zentrale Dokumentation gefordert, um raschere Konsequenzen für Sicherheitsmaßnahmen setzen zu können.

Katschberg und Tauerntunnel vorrangige Projekte

Der ÖAMTC erneuerte die Forderung nach einer zusätzlichen "Tunnel-Milliarde" pro Jahr für eine raschere Realisierung der zweiten Röhren. Für Katschberg und Tauerntunnel müsse das Projekt noch heuer vorgelegt werden. (APA)

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