Niederösterreich: Längster Tunnel der Westbahn in Betrieb genommen

31. August 2001, 15:47
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Siebergtunnel ist 6,48 Kilometer lang

St. Pölten - Der mit 6,48 Kilometer längste Tunnel der Westbahn, der Siebergtunnel, ist am Freitag im Mostviertel in Niederösterreich in Betrieb genommen worden. Das Bauwerk bildet das Herzstück von insgesamt 20 Kilometern"neuer Westbahn" zwischen St. Peter und Seitenstetten sowie zwischen Haag und St. Valentin.

Größere Kurvenradien

Die Planung für die Strecke zwischen St. Valentin und St. Peter begann 1989, die Baumaschinen rückten 1996 an. Schwierige geologische Verhältnisse erforderten eine Errichtung des Tunnels in insgesamt 13 Teilstücken. Größere Kurvenradien gegenüber der alten Strecke sollen höhere Geschwindigkeiten und kürzere Fahrzeiten zulassen.

Entflechtung von Schiene und Straße

Dieser Ausbau der Westbahn bedeute einen "weiteren Schritt in der Modernisierung der Donauachse", betonte Helmut Hainitz, Aufsichtsratsvorsitzender der HL-AG. Dabei gelte es vor allem, die internationalen Verbindungen und nicht nur die Strecke zwischen Wien und Salzburg zu sehen. Die baulichen Maßnahmen hätten außerdem zu einer "Entflechtung von Schiene und Straße" geführt - er nannte als Beispiele das Ersetzen mehrerer Schranken durch Brücken - und würden damit die Sicherheit, aber auch die Leistungsfähigkeit der Strecke erhöhen.

80 Kilometer noch in Bau

Mit den jetzt eröffneten 20 Kilometern "neuer Westbahn", die rund 3,8 Mrd. S (276 Mill. Euro/3,80 Mrd. S) gekostet hätten, habe die HL-AG seit ihrem Bestehen insgesamt 100 Kilometer Neubaustrecken übergeben, so Generaldirektor Walter Brenner. Insgesamt 22 Mrd. S (1,60 Mrd. Euro/22,0 Mrd. S) seien bereits investiert worden, weitere 80 Kilometer befänden sich noch in Bau.(APA)

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