Nach 19 Stunden sechs verschüttete Bergleute gerettet

31. August 2001, 17:43
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Ukraine zahlt weltweit den höchsten Blutzoll im Bergbau

Donezk - Rettungsmannschaften haben am Freitag sechs Bergleute aus einer Kohlengrube in der Ukraine gerettet. Die Arbeiter waren 19 Stunden lang 500 Meter unter Tag verschüttet, nachdem die Decke ihres Stollens eingestürzt war. Die Bergleute seien alle lebend geborgen worden, erklärte die Stellvertretende Leiterin der Mine in Krasnoarmijsk, und hätten keine schweren Verletzungen erlitten.

Jährlich sterben hunderte Minenarbeiter an veralterter Technik

Jährlich sterben hunderte Minenarbeiter in den häufig mit veralteter Technik betriebenen Bergwerken der Ukraine. Die Unglücke sind oft auf veraltete Ausrüstung und Arbeitsgeräte zurückzuführen. Methan ist ein geruchloses Gas, das sich bei Arbeiten unter Tage bei schlechter Belüftung am Boden oder in Schächten ansammelt. In Verbindung mit Luft bildet sich ein hochexplosives Gemisch.

Ukraine zahlt weltweit den höchsten Blutzoll im Bergbau

Die Ukraine, seit 1991 unabhängig, zahlt weltweit den höchsten Blutzoll im Bergbau. 1998 und 2000 kamen bei Explosionen 63 beziehungsweise 81 Kumpel ums Leben. 1998 wurden 360, 1999 insgesamt 274 und im vergangenen Jahr 318 Bergleute getötet. In diesem Jahr lag die Zahl der Toten bisher bei mindestens 170. Das bisher letzte schwere Unglück ereignete sich am 19. August bei einer Methangas-Explosion in der Sasjadko-Kohlengruße in Donezk. Dabei kamen mindestens 50 Kumpel ums Leben. (APA/Reuters/AP)

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